Eschliker Sek plant Anbau

Der Platzmangel im Schulhaus Bächelacker sei akut, sagt Schulleiter Philipp Rüdin. Die Schulbehörde will das Gebäude deshalb an der Südseite erweitern und stellt an der Gemeindeversammlung den entsprechenden Antrag.

Olaf Kühne
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Die Sekundarschule Bächelacker wurde 1976 eingeweiht. Die Schulbehörde plant nun an der Südseite (links) einen Anbau. (Bilder: Olaf Kühne)

Die Sekundarschule Bächelacker wurde 1976 eingeweiht. Die Schulbehörde plant nun an der Südseite (links) einen Anbau. (Bilder: Olaf Kühne)

ESCHLIKON. Bald hat es 40 Jahre auf dem Buckel, das Eschliker Sekundarschulhaus Bächelacker. Vor 17 Jahren wurde der Bau zwar erweitert. Doch gemäss Schulleiter Philipp Rüdin platzt er längst wieder aus allen Nähten. «Der Platzbedarf ist dringend», sagt er, «seit Jahren.»

Dabei sei der akute Platzmangel nicht primär durch das stete Wachstum der Gemeinde Eschlikon verursacht, betonten Rüdin und Schulpräsidentin Susanna Koller an der gestrigen Pressekonferenz. Vielmehr stellten neue pädagogische Vorgaben die Schule laufend vor neue Herausforderungen. So habe alleine die 2006 vom Kanton diktierte «durchlässige Sekundarschule» drei zusätzliche Klassen erzeugt.

«Raum fehlt uns aber allerorten, nicht nur bei den Klassenzimmern», so Rüdin weiter. Manchen Lehrern sei es kaum möglich, eine Lektion in Ruhe vorzubereiten. Sie müssten dies im Kopierzimmer erledigen. Auch fehle ein diskretes Besprechungszimmer, «wo man auch mal einen Schüler ins Gebet nehmen kann».

Schulküche könnte umziehen

Die Schulbehörde will dem Problem nun mit einem Anbau begegnen. Eine dreigeschossige Ergänzung an der Südseite des bestehenden Hauptgebäudes soll nebst dem Platzmangel gleich weitere Schwierigkeiten aus der Welt schaffen. Schulküchen gibt es aktuell im Primarschulhaus Blumenau und extern eingemietet am Haldenweg. «Die alte Küche im <Blumenau> ist kaum noch zu gebrauchen und wird zudem hauptsächlich von den Sekschülern genutzt», sagt Schulpräsidentin Koller. «Und am Haldenweg bezahlen wir Jahr für Jahr 120 000 Franken Miete.»

Dieses Geld könnte die Volksschulgemeinde künftig sparen. Denn der Anbau sieht unter anderem eine neue Schulküche vor. Der ebenfalls neu geplante Singsaal soll wieder heutigen Ansprüchen genügen und als multifunktionale Einrichtung auch Theateraufführungen Platz bieten und Vereinen zur Verfügung stehen.

Antrag für Wettbewerb

Die Schulbehörde wird an der Budgetversammlung (siehe Kasten) einen Kreditantrag über 170 000 Franken stellen. Damit will sie einen Architekturwettbewerb finanzieren. Dieser soll nebst der Planung der Erweiterung und des Neubaus des Singsaales auch den Sanierungsbedarf am bestehenden Gebäude abklären. Die Kosten für den Anbau dürften wohl rund sieben Millionen Franken betragen. «Das ist aber nur eine grobe Schätzung», betont Koller. «Der Wettbewerb wird darüber Klarheit schaffen.»

Läuft alles rund, werden die Stimmbürger Anfang 2016 an der Urne über das Projekt befinden können. Den frühest möglichen Baubeginn erhofft sich die Schulpräsidentin für den Sommer desselben Jahres.

Eine ganze Generation von Sekschülern wird sich also noch mit der aktuellen Situation begnügen müssen.

Philipp Rüdin Schulleiter Sek Eschlikon (Bild: pd)

Philipp Rüdin Schulleiter Sek Eschlikon (Bild: pd)

Susanna Koller Schulpräsidentin Eschlikon

Susanna Koller Schulpräsidentin Eschlikon