ESCHENZ: Leben, lieben und lachen

Ein begeisternder Unterhaltungsabend mit frechem Schauspiel gelang dem Männerchor mit Liedvorträgen unter dem Titel «Tradition trifft Schlager».

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Der Männerchor unter Leitung von Dirigent Peter Geugis. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Der Männerchor unter Leitung von Dirigent Peter Geugis. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Es wurde ein Abend, an dem der Gesang des Männerchors und das Lustspiel mit grossartigen Laienschauspielern im Zentrum standen. Männerchorpräsident Roland Götz hatte am Samstagabend allen Grund zum Strahlen: Rappelvoll besetzter Saal, gemütliche Stimmung, und ein erwartungsvolles Publikum, darunter befreundete Chöre und auch der Liederkranz Oerlikon, war zu Gast. «Ich habe jetzt schon Angstschweiss», meinte Götz und atmete befreit auf mit Blick auf all die Frauen, die für einen perfekten Service für die Gäste sorgten: «Ohne sie ginge gar nichts», sagte er. «Wir haben drei neue Sänger im Chor, weil der Chor in Herdern sich aufgelöst hat, alles Tenöre», erklärte er zu neuen Gesichtern.

Dann startete Dirigent Peter Geugis mit seinen Männern durch. «Liebe, lebe, lache», Lied an Lied ertönte mit ansteckender Freude. «Brennend heisser Wüstensand» löste Jubel wie «soo schön» und «Bravo» aus. Rhythmus und Dynamik lockte Dirigent Geugis auch beim «Fuhrmannslied», bei «Zechers Herbstlied», «Rheinglaube» und «Marmor, Stein und Eisen bricht» heraus, und die Sänger brillierten. «Hello Mary Lou», da wurde mitgeklatscht, Zugabe. Und dann «Schmidtchen Schleicher», da wedelten nicht nur die Knie der Sänger, sondern auch diejenigen des Publikums. Der Saal bebte vor Begeisterung. Dirigent Geugis sorgte als Pianist zusätzlich für einen mitreissenden Klangteppich. Intensität auch bei «Marina». Zugaben, Zugaben.

Parforceleistung bei Schauspiel mit Komik

Sie liessen sich weichklopfen: Das Publikum bekam, was es wünschte: «Schmidtchen Schleicher» und «Abends um halb Neune gehn wir zum Männerchor», was als Aufforderung gedacht war, in diesem Chor mitzusingen. Mit Spannung und Heiterkeit ging’s weiter. Das Lustspiel «D’Junggselle-WG» unter der Regie vom Urgestein Regula Wuffli. Da wurde eine Parforceleistung an schauspielerischem Können und Komik auf die Bühne gebracht. Drei Junggesellen schwören auf ihre WG. Drei hübsche Frauen haben ein Auge auf sie geworfen. Und so quasi als Katalysator zwischen den Gefühlsturbulenzen setzt Carla, als Freundin von Mia, die Weichen. Die Junggesellen Robbie (Roland Götz), Geri (Emil Meier), Timo (Thomas Greiner), Nachbarin Mia (Elisabeth Tobler), Lorendana, Flirt von Timo (Janine Meier), Alex, Freundin von Geri (Jasmin Wuffli) setzten das Gefühlsdurcheinander pointenreich in Szene. Sie liessen mit Spannung erahnen, wohin das Schicksal sie treiben wird. Nämlich ins Happy-End. Das Publikum dankte mit nicht enden wollendem Applaus.

 

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch