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ESCHENZ: Kraftakt neues Kraftwerk

Die Primarschule betreibt seit 30 Jahren eine Holzschnitzelheizung und einen kleinen Wärmeverbund. Nun steht eine grosse Sanierung an. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
Gudrun Enders
Der Werkhof der Gemeinde Eschenz liegt im Herzen des Dorfes. (Bild: Gudrun Enders)

Der Werkhof der Gemeinde Eschenz liegt im Herzen des Dorfes. (Bild: Gudrun Enders)

ESCHENZ. Bald müssen die Weichen gestellt werden. Ende 2017 braucht die Holzschnitzelheizung der Primarschule Eschenz eine neue Filteranlage, Ende 2021 muss die gesamte Heizanlage saniert sein.

Eschenz verfügt seit rund 30 Jahren über einen kleinen Wärmeverbund. «Dieser Gedanke war damals genial, eine Holzschnitzelheizung für mehrere Bezüger zu bauen», sagt Primarschulpräsident Michael Tobler. Die Heizung befindet sich im Besitz der Primarschule, ist in der Sekundarschule beheimatet und versorgt Gemeindehaus, Volg-Laden, alte Post, Raiffeisenbank und die beiden Schulen mit Wärme. Die Holzschnitzel liefert die Bürgergemeinde Eschenz. «Das macht Sinn», sagt Tobler.

Sanierung kostet so viel wie ein Neubau

Doch nun stehen Sanierungen für rund eine halbe Million Franken an. «So viel kostet es auch, eine Holzschnitzelheizung auf die grüne Wiese zu bauen», sagt Tobler. Der Primarschulpräsident leitet die Baukommission, in der Vertreter der Sekundarschule und der politischen Gemeinde sitzen sowie der Förster und ein Heizungsfachmann.

Diese Kommission macht sich viele Gedanken. Denn der Standort der Heizung im Sekundarschulhaus ist nicht ideal. Im Winter kann der Holzschnitzeltransporter alle paar Wochen nur dann vorfahren, wenn die Schüler sicher daheim und nicht auf dem Pausenplatz sind. Ausserdem ist es nicht die wichtigste Aufgabe einer Primarschule, einen kleinen Wärmeverbund zu betreiben. «Die Primarschule würde das gerne an eine Betreibergesellschaft abgeben. Wir wären am liebsten nur Wärmebezüger», sagt Tobler. Naheliegend als Betreiber wäre zum Beispiel der Wärmeverbund Bornhausen oder die Bürgergemeinde als Holzschnitzellieferant.

«Die bisherige Lösung ist nicht optimal. Da stellt sich die Frage, ob wir für eine halbe Millionen sanieren wollen», sagt Primarschulpräsident Tobler. Zumal sich für dieses Geld eine neue Holzschnitzelheizung bauen liesse. Ein möglicher Standort dafür wäre zwar nicht die grüne Wiese, aber der Werkhof. Dort könnten die Holzschnitzel auch problemlos angeliefert werden. Gespräche mit dem Landbesitzer liefen, sagt Tobler.

Mögliche Bezüger werden angeschrieben

«Zurzeit wird viel kalkuliert», sagt Primarschulpräsident Tobler. Es wird unter anderem ausgerechnet, was es kostet, eine Leitung unter dem SBB-Trassee durch zu schiessen oder gar unter der Hauptstrasse, um weiteren Quartieren einen Anschluss an den Wärmeverbund anzubieten. «Wenn wir das wissen, werden wir die möglichen Bezüger anschreiben», sagt Tobler. Auch wird ausgelotet, welche Fördermittel eingeholt werden könnten. Ziel ist: Ein Projekt an der Budgetgemeinde im Januar vorzustellen und wegen eines Kredits anzufragen.

Sollte es mit dem grossen Wurf nicht klappen, gibt es für die Primarschule zwei weitere Wege: Sie würde dann versuchen, die bestehenden Wärmebezüger zu behalten und die bestehende Anlage zu sanieren. Sie könnte auch in eine klassische Heizung mit Gas oder Öl investieren. Das wäre die einfachste Lösung, vielleicht vorderhand auch die günstigste. Tobler sagt: «Für mich wäre das der schlechteste Fall.» Bald müssen die Weichen gestellt werden.

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