ESCHENZ: Konzentration ist das A und O

Beim Umgang mit Pfeil und Bogen werden viele Fähigkeiten geschult. Beim Ferienpass Stein am Rhein und Umgebung zeigten Frauenfelds Stadtpräsident Anders Stokholm und seine Frau Vera, worauf es ankommt.

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Anders Stokholm zeigt den Jugendlichen den richtigen Stand. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Anders Stokholm zeigt den Jugendlichen den richtigen Stand. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Bogenschiessen ist nicht so harmlos», sagt Anders Stokholm. Beim ehemaligen Pistolen-Schiessstand im Hüttenberg oberhalb Eschenz führt er am Mittwoch 13 Buben und Mädchen ins Bogenschiessen ein. Pfeil und Bogen gelten heute nicht als Waffe, sondern als Sportgerät. Ganze Aufmerksamkeit bei den Kids, sie sind voller Eifer dabei. Sie dürfen Pfeile und Bogen in die Hand nehmen. Einige flüstern: «Weisst du, wie Robin Hood oder Legolas aus dem Herr der Ringe.» Einmal in die Rollen von Bogenschützenhelden schlüpfen? Klar doch, Pfeilbogen gehören zur Menschheitsgeschichte. «Knapp nach den Steinschleudern gab’s die Pfeilbogen», lässt Stokholm Revue passieren, legt dann aber den Schwerpunkt auf Technisches, Materialkunde und den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen. Vera Stokholm, die seit ihren Mädchenjahren Bogenschützin ist, erklärt die Regeln, wichtige Kommandos wie «Schuss frei» und «Pfeil holen». Das Ehepaar Stokholm hat den Bogenschützenverein Eschenz einst gegründet und stellt sich in seiner Freizeit für diesen Ferien-Spass-Kurs zur Verfügung: «Steht 90 Grad zum Ziel, parallel zum Faden und den Arm gerade, wie beim Pistolenschiessen.»

Schon nehmen die Kids gerade Körperhaltung an, üben geistige und körperliche An- und Entspannung und Geschicklichkeit. Ganz schön selbstbewusst wird gezielt, korrigiert, geflucht, wenn es nicht klappt. «Kein Pfeil darf in der Wiese bleiben, denn wenn eine Kuh ein Stück Carbon frisst, stirbt sie daran», mahnt Stokholm. Innert Kürze perfektionieren alle ihre Zielgenauigkeit auf die Scheibe. Ausprobiert werden auch die diversen Bogenmodelle, um beim Turnier in Gruppen ein gutes Ergebnis zu erreichen. «Hauptsach tüpfe», ermuntert Stokholm, während die 9- bis 14-Jährigen die Bogen spannen. Sie wissen nun auch, was Gorilla-Griff (Hilfe, um den Pfeil aus der Scheibe zu ziehen) bedeutet und dass es etwa einen Armschutz gibt. Als «mega cool» beschreibt Mia Burkhard aus Rheinklingen das Schiessen. Barbara de Witt aus Eschenz freut sich: «Das ist grossartig, was dieser FerienSpass bietet. Mein Sohn war schon beim Fischen und heute beim Bogenschiessen.»

 

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch