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«Es kommt schon gut»

Am Samstag feierten 100 Gäste den Flüchtlingstag. Der Abend stand unter dem Motto «Together 2016 – Gemeinsam im Thurgau – wie machen wir das?».
Sara Carracedo

KREUZLINGEN. Die Flüchtlingsproblematik wird in den Medien diskutiert und wirft in der Gesellschaft Fragen auf. So war es auch am Samstag, dem nationalen Flüchtlingstag. Die Arbeitsgruppe für Asylsuchende Thurgau (Agathu) lud hierzu die Bevölkerung zu einer Veranstaltung mit Kurzreferaten von Gemeindevertretern, einem gemeinsamen Austausch bei einem fernöstlichen Buffet und der Filmvorschau von «Asyland» nach Kreuzlingen ein.

Individuelle Lösungen

Während der Kurzreferate stellten Sandra Stadler, Gemeinderätin Güttingen, Walter Marty, Gemeindepräsident Kemental, Turi Schallenberg, Amtsleiter Sozialdienste Frauenfeld, und Charlotte Hungerbühler, Gemeinderätin Müllheim, basierend auf vier Fragen ihre Integrationsarbeit vor. Dabei gäbe es keinen Masterplan, wie jeder von ihnen betonte, schliesslich sei jede Gemeinde individuell. Nichtsdestotrotz verfolgen alle Gemeinden dasselbe Ziel in ihrer Integrationsarbeit: «Unser Ziel ist es, die Asylsuchenden schnellstmöglich zu integrieren, sozial wie auch wirtschaftlich», bringt es Schallenberg auf den Punkt. Die Umsetzung sieht hingegen bei allen etwas anders aus.

Während Müllheim mit seiner Integrationsarbeit noch in den Startlöchern steht und ein Integrationskonzept erstellen muss, ist Güttingen vor seinem zweiten Projekt: «Wir wollen die Integration vor allem durch gemeinnützige Arbeit in Schulen und Gemeinde erreichen. Unser zweites Projekt nennt sich Integration in die Landwirtschaft, wobei Asylsuchende auf Abruf mit Arbeitsvertrag unsere Landwirte unterstützen. Dieses Projekt muss aber noch genehmigt werden.»

Grosser Aufwand

Die meisten Besucher haben sich bereits im Vorfeld mit der Thematik auseinandergesetzt. Und dennoch sorgte die Veranstaltung bei vielen für den Aha-Effekt. So auch bei Edith Schramm aus Bürglen: «Was mir sehr entgegenkam, war der administrative Aufwand und die immensen Gesetze auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Dies war mir zuvor nicht so präsent, und doch schockiert es mich heute etwas. Schliesslich handelt es sich hier um Menschen, die zu uns kommen.»

Monika Knill, Regierungspräsidentin und Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur, eröffnete den Anlass mit ihren Grussworten: «Ich lese immer den Sport- oder Kulturteil einer Zeitung als erstes, denn dieser berichtet, was die Menschen alles erreicht haben. Die Titelseiten hingegen verzeichnen nur die Fehlschläge der Menschen.» Denn in den Kultur- und Regionalseiten gäbe es viele Erfolge, auch Integrationserfolge zu verzeichnen. Mit den rührenden Worten «es kommt schon gut», beendet Knill ihre Ansprache. Und diese Worte werden an diesem Abend zum inoffiziellem Motto, denn jeder Referent griff den passenden und motivierenden Satz am Ende der Rede wieder auf.

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