Es ist normal, Konflikte zu haben

Am Dienstag spricht Daniele Ganser im Rathaus in Frauenfeld auf Einladung der Solargenossenschaft Frauenfeld, die ihr 25-Jahr-Jubiläum feiert. Der Energieexperte und Friedensforscher beschäftigt sich vor allem mit dem Kampf ums Erdöl und mit erneuerbaren Energien.

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Daniele Ganser Historiker, Energie- und Friedensforscher aus Basel (Bild: pd/Basile Bornand)

Daniele Ganser Historiker, Energie- und Friedensforscher aus Basel (Bild: pd/Basile Bornand)

Am Dienstag spricht Daniele Ganser im Rathaus in Frauenfeld auf Einladung der Solargenossenschaft Frauenfeld, die ihr 25-Jahr-Jubiläum feiert. Der Energieexperte und Friedensforscher beschäftigt sich vor allem mit dem Kampf ums Erdöl und mit erneuerbaren Energien.

Was werden die Schwerpunkte bei Ihrem Vortrag in Frauenfeld sein?

Das Hauptthema bei meinem Vortrag wird sicherlich die Energiewende sein und weshalb diese so wichtig ist. Dazu gehört auch, dass der Erdölverbrauch gemindert werden soll.

Was sollen die Zuhörer aus Ihrem Vortrag mitnehmen?

Ich denke, sie sollen Verständnis dafür bekommen, das die Hälfte unseres Energieverbrauchs Erdöl ist. Dieses wird dabei oftmals von Ländern exportiert, in denen Krieg oder Chaos herrscht. Es ist also extrem wichtig, dass wir die eigenen Energiequellen, also diejenigen der Schweiz besser nutzen.

Wieso ist es wichtig, dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen?

Die Öffentlichkeit hinterfragt den Konsum von Erdöl nicht. Wenn man sein Auto tankt, denkt man nicht an den Irak-Krieg oder daran, dass erneuerbare Energien zu Frieden führen könnten. Durch meinen Vortrag möchte ich den Leuten diesen Zusammenhang aufzeigen. So kann bei der Bevölkerung ein Umdenken erreicht werden.

Was beinhaltet Ihre Arbeit als Friedensforscher?

Der Friedensforscher untersucht Krieg, Terror und Gewaltspiralen. Natürlich ist uns bewusst, dass es normal ist, Konflikte zu haben. Seien diese nun in der Familie oder zwischen zwei Ländern. Das Ziel der Friedensforschung ist jedoch, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Denn in unseren Augen führt Gewalt nur zu Leid. (mwe)

Der Vortrag findet am 1. Dezember, um 19.30 Uhr im Rathaus in Frauenfeld statt.