Es gibt viel zu tun für den Heimatschutz

BISCHOFSZELL. Der Thurgauer Heimatschutz traf sich zur Jahresversammlung an einem besonderen Ort: «Wir konnten dieses Haus in letzter Minute noch retten. Ohne Heimatschutz und Zusammenarbeit mit den Gemeinden würden solche Häuser vergammeln», sagte der Präsident Uwe Moor.

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BISCHOFSZELL. Der Thurgauer Heimatschutz traf sich zur Jahresversammlung an einem besonderen Ort: «Wir konnten dieses Haus in letzter Minute noch retten. Ohne Heimatschutz und Zusammenarbeit mit den Gemeinden würden solche Häuser vergammeln», sagte der Präsident Uwe Moor. Bei dem Haus handelt es sich um das alte Steigschulhaus in Bischofszell, wo sich die rund 30 Mitglieder zur Versammlung trafen. Das «reanimierte» Haus wird nach Beendigung des Umbaus die Musikschule Bischofszell beherbergen. Eine weitere «schöne Sache» im vergangenen Vereinsjahr war gemäss Moor die Restauration der alten Lokremise in Romanshorn. Diese funktionierte noch als solche und habe daher nationale Bedeutung.

Doch es verlief nicht immer alles positiv für den Heimatschutz im vergangenen Jahr. So muss sich der Geschäftsführer Gianni Christen mit zahlreichen Rechtsfällen und Gemeinden, welche sich nicht an die Vorlagen von Heimatschutz und Denkmalpflege halten, befassen. Dies bedeutet nicht nur einen grossen finanziellen Aufwand, sondern auch ein grösseres Arbeitsvolumen. Deshalb musste das Pensum des Geschäftsführers von 20 auf 30 Prozent erhöht werden. Die langwierigen Verfahren schlagen sich auf der Kostenseite des Vereins nieder, der sich durch Mitgliederbeiträge, Verkauf von Schoggitalern und mit Legaten und Schenkungen finanziert. Zurzeit laufen 61 Rekurse. Erfreulicher als ein Gerichtsverfahren sei es, wenn sich die Parteien am runden Tisch einigen können oder gemeinsam Kompromisse erzielt werden, sagt Uwe Moor.

Neues Vorstandsmitglied

Neben den statutarischen Geschäften, welche alle von der Versammlung einstimmig genehmigt wurden, konnte Rolf Schulthess als neues Vorstandsmitglied gewonnen werden. Der Architekt aus Amriswil war vorgängig bereits ein Jahr im Vorstand am Schnuppern und freut sich über die Wahl. (rre)