Es gibt nie genug Pfarrer in Frauenfeld

Gottes Beistand ist nie fehl am Platz, gerade auch in Zeiten wie diesen. Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Türe. Fressen und Saufen treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe. Sodbrennen und Kopfweh werden einem zum besten Freund.

Mathias Frei
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Gottes Beistand ist nie fehl am Platz, gerade auch in Zeiten wie diesen. Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Türe. Fressen und Saufen treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe. Sodbrennen und Kopfweh werden einem zum besten Freund. Die freie Zeit am Nachmittag gehört dem Müssiggang und den «Sissi»-Filmen. Und zuletzt ist auch das Ende der glühwei(h)-nachtlichen Herrlichkeit absehbar – sobald die Restbestände des Holderberger Bürgerweins zu Ende gegangen sind.

Gegen solch schwarze Löcher hat das Weltliche keine Chance mehr. Es braucht den richtig harten Stoff: das Geistliche. Schon früh haben die Reformierten das Problem erkannt. Vier Pfarrer und eine Pfarrerin teilen das Frauenfelder Leid unter sich auf. Dazu kommen zwei Seelsorger im Spital, einer reformiert, einer katholisch. Aufgerüstet hat bekanntlich auch die Stadt. Stossgebete – falls notwendig – haben heute sicher den grösseren Wirkungsgrad als früher, Stadtpräsident Anders Stokholms Beziehungen nach ganz oben sei Dank. Und zuletzt haben nun auch die Frauenfelder Katholiken die Zeichen der Zeit erkannt. Sie haben seit kurzem einen zweiten Stadtpfarrer neben Benedikt Wey. Der Neue heisst Dominik Wey und ist Benedikt Weys eineiiger Zwilling. In der Stadtzeitung «frauenfeld.ch» kam Dominik Wey erstmals zu Wort. Komme, was wolle – spätestens jetzt gehört Frauenfeld beim lieben Gott zu den VIPs.

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