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Die Schweizer Detailhandelsriesen wollen das Einkaufen ennet der Grenze unattraktiver machen. Sie arbeiten an einem Vorschlag, der darauf abzielt, dass mindestens in einem Land die Mehrwertsteuer zu entrichten ist. Wenn sich ein Schweizer Kunde am deutschen Zoll die Ausfuhr zwecks Rückforderung der deutschen Mehrwertsteuer bestätigen lässt, soll er dafür die Schweizer Mehrwertsteuer bezahlen. Wer sich die Ausfuhr nicht bestätigen lässt, für den ändert sich nichts. Von diesem Vorhaben berichtete die «Schweiz am Wochenende». Patrick Marty, Sprecher der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz, bestätigt, dass an einem Vorschlag gearbeitet wird, «wie wir die Ungleichbehandlung aufheben können». Die Kreuzlinger Initiative zur Abschaffung der Mehrwertsteuersubvention (Kams) arbeitet seit fünf Jahren darauf hin, dass jeder Einkauf besteuert wird. Die Rede ist vom «europäischen Modell». Die Initianten schlagen folgenden rechtlichen Grundsatz vor: «Bei Ausfuhren im nicht-kommerziellen Reiseverkehr in die Schweiz ist die Erstattung der Mehrwertsteuer nur dann zulässig, wenn nachweislich die Schweizer Einfuhrsteuer bezahlt wurde.» (seb.)