Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Es geht um die Solidarität»

Nachgefragt

Neun Schweizer Landwirtinnen und Landwirte, unter ihnen der Frauenfelder Andreas Elliker, haben das Label «Fair» lanciert. Damit streben sie eine langfristige Verbesserung der Milchpreise an. Das Gütesiegel soll einen Preis von 75 Rappen pro Liter Milch garantieren. Vergangene Woche präsentierten die Initianten das Label im Rahmen einer Medienorientierung.

Andreas Elliker, wie lange wird es dauern, bis sich das neue Milch-Label «Fair» etabliert hat?

Vergangene Woche fiel der Startschuss für das Gütesiegel oder Label «Fair». Unser Ziel wird nicht von heute auf morgen zu erreichen sein. Schon gar nicht flächendeckend, sprich in der gesamten Schweiz. Ich gehe davon aus, dass die Etablierung mehr als ein Jahr dauern wird. Als Beispiel: Das Label «Max Havelar» hat für die Etablierung sieben Jahre gebraucht.

Sie sind Biolandwirt und erhalten ja jetzt schon die geforderten 75 Rappen pro Liter Milch. Warum machen Sie überhaupt mit?

Zum einen geht es um die Solidarität, zum anderen geht um die ganze Branche. Wenn es dem Grossteil der Schweizer Milchproduzenten nicht so gut geht, schwächt das den gesamten Milchmarkt. Darüber hinaus sollen Junglandwirte eine Zukunftsperspektive haben. Ich erfülle heute schon höhere Anforderungen mit der biologischen Produktion sowie dem Verzicht auf Silofütterung.

Sie brauchen einen Verarbeiter als Partner, der den höheren Milchpreis vertraglich garantiert. An wen denken Sie da und wie wollen Sie diesen überzeugen?

Grundsätzlich brauchen wir einen Grossverteiler, der Trinkmilch oder Käse in sein Sortiment aufnimmt. Falls das der Fall ist, sind wir überzeugt, dass der Konsument die Produkte auch kauft. Dies haben bereits verschiedene Konsumentenumfragen gezeigt.

Was haben Konsumenten davon, wenn sie mehr für Milch bezahlen?

Der Konsument erwartet von uns einen gewissen Produktionsstandard, beispielsweise bezüglich Tierwohl oder Gewässerschutz. Dieser Standard ist um einiges höher als beispielsweise in der EU. Am Ende bekommen sie eine Milch, die garantiert, dass die Kühe während des Graswachstums auf der Weide sind und ausserdem in einem Stall leben, wo die Tiere täglich Auslauf ins Freie haben. (rha/hil)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.