Es geht auch ohne festen Priester

DIESSENHOFEN. Seit Anfang 2010 leiten die Theologen Christoph und Melanie Berten den katholischen Seelsorgeverband Diessenhofen-Basadingen-Paradies.

Guido Elser
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Ehepaar Merten teilt sich die Arbeit für den Seelsorgeverband. (Bild: Guido Elser)

Ehepaar Merten teilt sich die Arbeit für den Seelsorgeverband. (Bild: Guido Elser)

Christoph und Melanie Berten teilen sich die Arbeit für Seelsorge und Familie. Das Paar ist verheiratet und Eltern des fünfjährigen Johannes und der dreijährigen Salome. Ansprechpartner für Seelsorgeaufgaben in Diessenhofen ist in der Regel Christoph Berten und für Paradies und Basadingen Melanie Berten. Die beiden sind sehr flexibel und vertreten sich auch gegenseitig. Christoph Berten ist zum Beispiel Präses des Kirchenchores Diessenhofen. Und Melanie Berten kümmert sich unter anderem um die Frauengemeinschaft des Seelsorgeverbandes.

Tagsüber sind die Bertens erreichbar über das Pfarreisekretariat von Karin Rütimann, Telefon 052 657 10 46, oder in Notfällen über Natel 079 202 44 11. Das Ehepaar Berten wird gelegentlich als Herr und Frau Pfarrer angesprochen, obwohl die katholische Kirche verheiratete Theologen nicht zu Priestern weiht.

Priester: Ein Muss für die Messe

Die katholischen Gemeindeleiter müssen für eine Messe immer einen Priester organisieren. Zum Glück befindet sich in der Nähe unter anderem die Insel Werd mit Franziskanern.

Es hat sich im Seelsorgeverband bereits eingespielt, dass jeden zweiten Sonntag ein Priester da ist, der in allen drei Kirchen am Wochenende je eine Messe feiert. An den andern Wochenenden wird von den Bertens je ein Wortgottesdienst mit Kommunionfeier angeboten.

Etwas einfacher läuft es bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen: Mit einer Bewilligung dürfen die Bertens trauen und taufen. Trauerfeiern dürfen sie jederzeit durchführen. Für die Krankensalbung muss wiederum ein Priester aufgeboten werden.

Das Fazit: Das Pfarreileben in Diessenhofen, Basadingen und Paradies funktioniert auch ohne festen Priester gut. Vielleicht wird sich in Sachen Zölibat und Frauenordination doch noch eines Tages etwas ändern und der gravierende Priestermangel etwas gemildert.

Bald Umzug ins Pfarrhaus

Dem Ehepaar Berten gefällt die Arbeit als Gemeindeleiter und Gemeindeleiterin im Seelsorgeverband gut. Durch Arbeitsteilung gelingt es ihnen, auch die Aufgaben als Eltern zu bewältigen.

Die ganze Familie freut sich darauf, demnächst von der Schulstrasse 16 ins katholische Pfarrhaus umzuziehen.