Erwin Kessler wehrt sich

WINTERTHUR.

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WINTERTHUR. Es gibt Streit um ein Veganer-Strassenfest, das Anfang September in Winterthur stattfinden wird: Die anonym operierende Organisation Indyvegan stört sich daran, dass unter anderem auch der Verein gegen Tierfabriken des Thurgauers Erwin Kessler am Fest präsent ist (Ausgabe vom Donnerstag). Per E-Mail nahm Kessler am Donnerstagmorgen Stellung zur Geschichte. Er betont darin, dass es eine einzige Verurteilung wegen Rassismus gegen ihn gegeben habe – dies entgegen einer Aussage, die er im Februar 2014 in einem Interview mit der Thurgauer Zeitung getätigt hatte. Die Verurteilung betraf seine Kritik am Schächten und an den «Schächt-Juden» in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts «im Rahmen der damals hoch emotional geführten Diskussion um die vom Bundesrat beabsichtigte Aufhebung des Schächtverbots, also des Verbots des betäubungslosen Schächtens von Tieren», wie Kessler schreibt. Des weiteren hält er fest, der vorliegende Rassismusvorwurf erwecke den Anschein, er würde aktuell und weiterhin die Rassismusstrafnorm verletzen, was nicht zutreffe – «eine von dieser anonymen Szene seit einigen Monaten systematisch verbreitete Verleumdung, gegen die bereits mehrere Strafverfahren hängig sind», so Erwin Kessler. (dwa)