Erstes Ja zum Expo-Kredit in Ausserrhoden

In den Kantonen St. Gallen und Thurgau kommt der Expo-Kredit vors Volk. In Appenzell Ausserrhoden dagegen entscheidet der Kantonsrat allein. Die parlamentarische Kommission steht der Landesausstellung in der Ostschweiz positiv gegenüber.

Merken
Drucken
Teilen
Impulse für die Ostschweiz: Drei Eisenbahnringe sollen das Expo-Gebiet erschliessen. (Bild: pd)

Impulse für die Ostschweiz: Drei Eisenbahnringe sollen das Expo-Gebiet erschliessen. (Bild: pd)

AUSSERRHODEN. Die Ostschweiz will Gastgeberin der Landesausstellung werden. Die Expo soll 2027 zwischen Bodensee und Säntis durchgeführt werden. Trägerkantone sind St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden. Kürzlich stellten sie in Heiden das Siegerkonzept vor.

Abstimmungen im Juni 2016

Mit der Weiterbearbeitung des Siegerkonzeptes würde nun die kostenintensive Phase des Projekts beginnen. Wurden die Arbeiten bislang vor allem verwaltungsintern erledigt, soll nun für die Zeit 2016 bis 2019 eine Geschäftsstelle eingerichtet und die Hauptverantwortung einem Projektleiter übertragen werden. Ausserdem sollen eine Machbarkeitsstudie und ein Bewerbungsdossier erstellt werden. Insgesamt fallen hierfür Kosten von 9,5 Millionen Franken an. Davon übernimmt Ausserrhoden einen Anteil von 800 000 Franken (SG 5 Mio., TG 3 Mio., Beiträge Dritter 0,7 Mio.).

Sowohl das St. Galler als auch das Thurgauer Kantonsparlament haben beschlossen, den Kredit dem Volk zu unterbreiten. Die Abstimmungen finden voraussichtlich im Juni 2016 statt. Da in Appenzell Ausserrhoden weder ein fakultatives Referendum noch ein Behördenreferendum möglich ist, entscheidet dort der Kantonsrat. Er tut dies an seiner nächsten Sitzung vom 30. November. Die parlamentarische Kommission steht dem Projekt positiv gegenüber und beantragt, den Kredit zu genehmigen. Die Ausgabe steht unter dem Vorbehalt, dass die mitbeteiligten Trägerkantone Thurgau und St. Gallen das Vorhaben mitfinanzieren. Nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie wird die Ausserrhoder Bevölkerung in jedem Fall über die Durchführung einer Landesausstellung in der Ostschweiz abstimmen können.

Impulse für Ostschweiz

Die Expo2027 sei für die Ostschweiz ein Projekt von grosser Bedeutung, welches der Ostschweiz wichtige Impulse für die Wirtschaft, den Tourismus und die Kultur verleihe wie auch die Wahrnehmung dieser Region in der Schweiz stärke. Es sei auch ein wichtiges Signal nach innen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, erwartet die Kommission, dass im Unterschied zur Expo02 bleibende und sichtbare Werte geschaffen werden, die weit über die Expo hinaus Bestand haben, Menschen und Unternehmen in die Ostschweiz bringen. (pk)