«Erster Bürobau aus Holz»

Mit dem Bau des Kompetenzzentrums Beratung auf dem Arenenberg setzt der Thurgau einen Beitrag in die Förderung mehrgeschossiger Holzbauten.

Kurt Peter
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Architekt Thomas Hasler führt durch den Rohbau. (Bild: Kurt Peter)

Architekt Thomas Hasler führt durch den Rohbau. (Bild: Kurt Peter)

SALENSTEIN. Unter den Holzfachleuten stösst der Bau des Kompetenzzentrums Beratung auf dem Arenenberg auf grosses Interesse. Das zeigte sich auf einer Führung von Pro Holz Thurgau am Dienstagnachmittag. Regierungsrat Jakob Stark sprach vom «ersten Bürobau aus Holz». Bereits im Wettbewerb sei bewusst ein innovativer Holzbau gefordert worden, eine Bedingung, welche die 14 teilnehmenden Büros berücksichtigt hätten.

Inzwischen steht der Rohbau. Stark freute sich darüber, dass «der vielseitige und mit hervorragenden Eigenschaften ausgestattete Baustoff Holz zu grossen Teilen aus dem Staatswald genutzt werden konnte».

40 Arbeitsplätze eingerichtet

Jörg Buttli, Projektleiter im kantonalen Hochbauamt, erläutere den Neubau anschliessend detailliert. Das bisherige «Fachstellenhaus» aus dem Jahr 1968 habe den Anforderungen weder betrieblich noch technisch und baulich genügen können. Da der Beraterstandort Weinfelden aufgegeben werde, wurden bei den Planungen die zusätzlichen Arbeitsplätze im neuen Kompetenzzentrum einberechnet. So bietet der Neubau Platz für 40 Beratungs- und Fachpersonen.

Der Vorteil des neuen Standortes ermögliche die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Bildungs- und Beratungsbereichen unter der Nutzung von Synergien, erklärte Buttli weiter. Der bisherige Beratungsbau wird nach Inbetriebnahme des Neubaus abgebrochen. Der mehrgeschossige Holzbau erfülle den Minergie-P-Standard, sagt Buttli. Das Holz stammt aus den Forstrevieren Feldbach und Hüttwilen.

Aufträge für die Holzwirtschaft

Verbaut werden 277 Kubikmeter Holz, davon stammen knapp 200 Kubikmeter aus der Schweiz und 60 Kubikmeter aus dem Thurgauer Staatswald. Von den reinen Gebäudekosten von 3,9 Millionen Franken konnte ein Anteil von 1,65 Millionen an die Holzwirtschaft vergeben werden. Zu den Anforderungen an die Holzbeschaffung habe natürlich auch die Berücksichtigung von nachhaltig produziertem Baustoff gehört, ergänzte Buttli seine Ausführungen.

Architekt Thomas Hasler sprach von einem «simplen Haus mit Besonderheiten im Detail». So bestehe die Fassade aus Thurgauer Fichte, die Einteilung der Büros könne sehr variabel erfolgen, und durch die Konstruktion der Böden sei dem Schallschutz, der Akustik und der Stabilität des Baus gedient.

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