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Erst war Volleyball nur ein Ersatz

Elena Steinemann ist derzeit eine der besten Volleyball-Spielerinnen der Schweiz. Sie ist in Neuseeland aufgewachsen und spielte Netball. Der Umzug in die Schweiz zwang sie, sich einen neuen Sport zu suchen: Volleyball. Heute ist sie ein Profi.
Tanja Weibel
Elena Steinemann hat gut lachen: Sie gehört zu den besten Volleyball-Spielerinnen der Schweiz, obwohl dies nie so geplant war. (Bild: Nana do Carmo)

Elena Steinemann hat gut lachen: Sie gehört zu den besten Volleyball-Spielerinnen der Schweiz, obwohl dies nie so geplant war. (Bild: Nana do Carmo)

Die 18jährige Elena Steinemann kommt aus einer Volleyball-begeisterten Familie. Schon ihr Vater war ein leidenschaftlicher Spieler und ihr jüngerer Bruder geht in Amriswil in die Sportschule. Das hat sie früher auch gemacht. Obwohl sie ursprünglich gar nicht unbedingt Volleyball spielen wollte. Denn Elena Steinemann war begeisterte Netball-Spielerin. Aber da niemand in der Schweiz diesen Sport ausübt, musste ein Ersatz her.

Netball lernte Elena Steinemann in Neuseeland kennen. Ihre Eltern reisen gerne und oft. Steinemanns Vater ist Schweizer, ihre Mutter zur Hälfte Italienerin, weshalb sie nebst dem Schweizer auch noch einen italienischen Pass hat. Und einen neuseeländischen. Als Steinemann vier war, zogen ihre Eltern mit ihr und ihrem Bruder für fünf Jahre nach Neuseeland, wo sie ihr Interesse für Ballsportarten entdeckte.

«Ich spielte Netball im Schulteam. Den Sport gibt es in der Schweiz nicht», sagt sie. Er werde vor allem in Australien, Grossbritannien, Neuseeland und Südafrika gespielt. «Als wir hierher zurückkamen, musste ich etwas Neues finden. Ich versuchte mich im Basketball und im Tennis, später entschied ich mich für Volleyball», sagt Steinemann.

Mit der Natur verbunden

In Neuseeland hat sie nicht nur die Ballsportarten entdeckt, sondern auch die Verbundenheit zur Natur: «Mein Bruder und ich kletterten den ganzen Tag auf Bäumen herum und schwammen manchmal sogar mit Delphinen. In Neuseeland aufzuwachsen ist das Grösste». Auch ihr Interesse für fremde Kulturen erwachte in Neuseeland. «Bei unserer Rückkehr in die Schweiz wurde mir erst richtig bewusst, wie anders die Leute hier sind», sagt sie. Neuseeländer hätten eine andere Mentalität, sie seien viel lockerer. «Nichts gegen die Schweiz, aber ich vermisse Neuseeland schon», sagt die 18-Jährige.

Ständiger Ortswechsel

Nebst Neuseeland war Steinemann in vielen anderen Ländern. Teils mit der Familie, teils mit ihrem Team. Da sie in der Schweizer Nationalmannschaft spielt, ist sie oft auf Reisen. Auch in der Schweiz kommt Steinemann viel rum. Momentan geht die 18-Jährige in Kreuzlingen in die Pädagogische Maturitätsschule. Trainiert wird aber in Schaffhausen, mit ihrem Team Kanti Schaffhausen. Deshalb ist Steinemann vor drei Jahren von ihren Eltern aus Frauenfeld weggezogen. Zuerst wohnte sie in einer Gastfamilie, mittlerweile teilt sie sich eine WG mit zwei anderen jungen Frauen aus ihrem Team.

Im Zug lernen und schlafen

Das Pendeln sei dabei kein Problem. In der knappen Stunde, die sie von Schaffhausen nach Kreuzlingen brauche, könne sie lernen oder schlafen. Früher stiess Steinemanns Leidenschaft für den Sport in ihrer Klasse manchmal auf Unverständnis. Heute ist das nicht mehr so. «Ich bin in einer Sportklasse, das heisst, dass alle meine Mitschüler in der gleichen Situation sind wie ich», sagt Steinemann.

Bei Volleyball bleiben

Falls es für Elena Steinemann mit dem Sport irgendwann nicht mehr klappen sollte, könnte sie sich auch vorstellen, etwas ganz anderes zu tun. Darum möchte sie bald an die Uni. Was sie studieren wird, weiss sie aber noch nicht. Vielleicht etwas mit Sprachen, Geographie oder Biologie? «Am liebsten hätte ich einen Beruf, bei dem ich viel von der Welt sehe.»

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