Erst mal auf Feld eins

ESCHLIKON. Eschlikon kriegt ein neues Gesamtverkehrskonzept. Bereits am 19. Januar werden Gemeinderäte mit externen Beratern eines Aargauer Verkehrsplanungsunternehmens zusammensitzen. Resultate sollen im Oktober vorliegen.

Adrian Grzonka
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Die Blumenaustrasse war schon mehrfach Schauplatz von Experimenten in Sachen Verkehrssicherheit. (Archivbild: Nana do Carmo)

Die Blumenaustrasse war schon mehrfach Schauplatz von Experimenten in Sachen Verkehrssicherheit. (Archivbild: Nana do Carmo)

«Wir sind immer noch auf Feld eins», sagt Hans Mäder, Gemeindepräsident von Eschlikon über das neue Gesamtverkehrskonzept. Dass dieses aber schon sehr bald Fahrt aufnehmen wird, daran zweifelt im Gemeinderat wohl niemand: Als «wichtigstes Ziel des Jahres 2016» ist die Neuorganisation des Verkehrs in den heutigen Gemeindenachrichten definiert. Am 19. Januar wird die erste Sitzung mit einer dazu herangezogenen Firma stattfinden. Und bereits im Oktober soll das Gesamtkonzept stehen. Dies sei aber ein sehr ambitionierter Zeitplan, sagt Mäder.

Externe Firma ist nun bekannt

Bereits letzten Herbst hat die Gemeinde beschlossen, ein Planungsbüro herbeizuziehen. Wie die Gemeinde schreibt, hat sie sich nun für die Firma Metron Verkehrsplanung AG entschieden: «Metron ist städtebaulich erfahren. Verkehrsprobleme kann man nicht unabhängig von Raumentwicklungsfragen lösen», begründet Mäder die Auswahl der Firma. Der Gemeindepräsident erhofft sich einiges von der Zusammenarbeit: «Wir sind in der Verkehrsplanung an einem Punkt angelangt, wo externe Ideen sehr hilfreich sein können», sagt er. Zudem sei die grosse Erfahrung der Firma ein wichtiger Punkt: «Metron hat Erfahrung in ähnlichen Fragestellungen.»

Probleme hängen zusammen

Darüber, wie das Gesamtkonzept schliesslich aussehen wird, kann Mäder heute noch nichts sagen. «Fakt ist aber, dass wir an verschiedenen Orten Verkehrsprobleme haben und diese oft zusammenhängen», sagt er.

Ein Punkt, der reichlich Gesprächsstoff gab und Teil des Gesamtkonzepts werden wird, sind die 30er-Zonen. Anfang 2013 liess Eschlikon mintgrüne Tempo-Herzen auf Quartierstrassen malen, welche Verkehrsteilnehmer freiwillig zur Tempodrosselung animieren sollten. Wie sich aber bald zeigte, hat diese Massnahme das Ziel verfehlt. Damit war das Thema 30er-Zonen aber noch nicht vom Tisch: Kurt Egger, Orts- und Kantonspräsident der Grünen etwa, forderte abseits von der Hauptstrasse «flächendeckend 30er-Zonen» (unsere Zeitung berichtete).

Auch die neue Eschliker Sporthalle, welche an der Waldstrasse geplant ist, gab viel zu reden. An einem Informationsanlass Ende Juni wurde vor dem verstärkten Verkehrsaufkommen gewarnt: Grössere Sportanlässe würden viel Verkehr ins Wohn- und Schulquartier bringen, wurde moniert.

Die Waldstrasse ist eine Querstrasse der Blumenaustrasse, welche in der Vergangenheit ebenfalls für viel Aufregung sorgte: Eltern, welche ihre Kinder zur Schule fahren, verursachten Staus. Daraufhin wurde auf der Blumenaustrasse eine Schranke gebaut, welche das Problem nur noch verschlimmerte: Die Autos mussten nun auf der engen Strasse wenden. Die Schulbehörde bat die Eltern daraufhin, beim Schulhaus Bächelacker anzuhalten. Das Problem war damit aber noch nicht behoben.

Hans Mäder Gemeindepräsident Eschlikon (Bild: Olaf Kühne)

Hans Mäder Gemeindepräsident Eschlikon (Bild: Olaf Kühne)

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