ERNÄHRUNG: Fair statt billig

Die diesjährige Strohballenarena führte in den Schweinestall und drehte sich ums Tierwohl.

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«So eine Sauerei! – Verbraucherwohl und Tierwohl – wie passt das zusammen?» titelte die 3. Internationale Strohballenarena. Die Organisatoren der Strohballenarena, das Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft, zu denen das landwirtschaftliche Beratungs- und Bildungszentrum Arenenberg gehört, griffen kürzlich die Themen Fleischkonsum und Tierwohl auf. «Rund 100 Konsumenten, Fleischproduzenten sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft füllten das regionale Schlachthaus und den Zerlege­betrieb der Fairfleisch GmbH in Überlingen», heisst es in einer Mitteilung. «Bemerkenswert wohl fühlen sich die Schweine in Strohaufstallung auf dem Betrieb.» Dass diese Produktionsart auch einen Mehraufwand nach sich ziehe, sei verständlich. «Nur durch den Mehrpreis, welchen wir durch die Vermarktung über die Fairfleisch bekommen, können wir unsere Tierhaltung im Familienbetrieb weiterführen.» sagt Kurt Baur.

Diskussion auf den Strohballen

Michael Baldenhofer und Frank Burose führten durch die Referate und Diskussionsrunde in der Strohballenarena. Nebst Matthias Minister und Landwirt Kurt Baur gaben auch Guido Leuten­egger, Tierhalter in der Ostschweiz und im Tessin, sowie Tanja Kutzer von KAGfreiland Auskunft, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Fazit aus den Diskussionsvoten lasse sich festhalten, dass das Tierwohl beim Konsumenten einen sehr hohen Stellenwert geniesse. Solange jedoch weiterhin Tiefstpreise bei Grundnahrungsmitteln dominierten und der Grossteil der Konsumierenden immer weniger fürs Essen ausgebe, würde sich beim Tierwohl nicht viel ändern. Dennoch seien auch in dieser Branche einige Beispiele unterwegs, welche den Konsumierenden die Wahl lassen würden zu entscheiden, wo sie ihr Fleisch einkaufen und aus welchem Tierhaltungssystem dieses kommt, bilanzieren die Verantwortlichen weiter. (red)

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