Ermatinger sind teuer

Bei den Sekundarschulgemeinden hat Affeltrangen mit 19 420 Franken die tiefsten Kosten pro Schüler. Die Durchschnittskosten betragen im Kanton 23 000 Franken. Schulpfleger Hermann Studer erklärt das gute Abschneiden Affeltrangens damit, dass die Schulgemeinde das ganze Anlagevermögen abschreiben konnte.

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Bei den Sekundarschulgemeinden hat Affeltrangen mit 19 420 Franken die tiefsten Kosten pro Schüler. Die Durchschnittskosten betragen im Kanton 23 000 Franken. Schulpfleger Hermann Studer erklärt das gute Abschneiden Affeltrangens damit, dass die Schulgemeinde das ganze Anlagevermögen abschreiben konnte.

Ob Affeltrangen den Spitzenplatz halten könne, bezweifelt Studer, denn jetzt gebe es wegen neuer Bauten neue Abschreibungen zu tätigen. Aufgrund der neuen Abschreibungsvorschriften verteilen sich diese jedoch auf 33 statt wie bisher 25 Jahre, und zwar neu gleichmässig. Nach alter Regelung waren die Abschreibungsbeträge abnehmend, so dass am Anfang grosse Beträge anfielen. Die neue Regelung schaffe eine stabilere Jahresrechnung. Was Studer eher Sorgen bereitet, ist der Rückgang der Schülerzahlen. Dies machte einen Abbau von Lektionen und eine Zusammenlegung von Klassen nötig.

Am anderen Ende der Skala liegt Ermatingen. Die Sekundarschulgemeinde weist Kosten von 30 656 Franken pro Schüler aus. Schulpräsident Beat Kneubühler erklärt sich diese Position damit, dass seine Sek eine der kleinsten im Kanton ist. 2013 gab es 90 Sekschüler in Ermatingen, in Affeltrangen waren es mit 303 dreimal mehr. Die verhältnismässig hohen Lohnkosten lägen daran, dass die Lehrer in Ermatingen schon lange im Dienst sind. Mit zwei Stammklassen und verschiedenen Niveaus biete Ermatingen seinen Schülern auch viel Möglichkeiten, sagt Kneubühler. Finanziell ins Gewicht gefallen sei auch der neu erstellte Schulgarten. (che)