ERMATINGEN: Opernsänger und Glühwein

Das grosse Einmaleins der Weihnachtsmärkte hat Tourismuschef Ueli Spreiter ausgetüfelt. Begegnungen an vier Tagen Markt am Bahnhof.

Margrith Pfister-Kübler
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Marktbesucherinnen staunen über die vielseitigen Auslagen am Weihnachtsmarkt. (Bild: Andrea Stalder)

Marktbesucherinnen staunen über die vielseitigen Auslagen am Weihnachtsmarkt. (Bild: Andrea Stalder)

Da werden Wunder auf eigene Art gedeutet, Impulse aufgenommen und Erfahrungen ausgetauscht – nicht per Mail, sondern Aug in Aug, mit inspirierender Herzlichkeit. Am Ermatinger Bahnhof steht das «Wir» im Zentrum. An den Marktständen unter freiem Himmel und in der Bahnhofhalle wird eine Vielfalt heimischen Schaffens gezeigt.

Opernsänger, Autor und Schauspieler Frank Kantereit zitiert aus «Von Draus vom Walde komm ich her» und signiert später seine Kinderbücher. «Ich bin traurig. Ich habe einen Scheidungshund übernommen, und in meiner Wohnung ist Hundehaltung nicht erlaubt, dabei wäre es doch nur noch für kurze Zeit», klagt der Schauspieler und hofft auf einen guten Engel. Dave Götschi begleitet Kantereits Lieder auf der Gitarre.

Viel Musik und unzählige Produkte

Musiker Robert Bartha, die herzigen Sternsinger und die pfiffige Bläsergruppe der Musikgesellschaft Ermatingen lassen nichts unversucht, Wunder auf ihre Weise zu deuten. Die Besucher freut’s. «Das beste Raclette gibt es bei Heidi Rihs vom Chäslädeli Fruthwilen», schwärmt eine Gruppe Berlinger.

Die vielen Besucher geniessen das inspirierende Miteinander. Andy Hostettler präsentiert auf seinem knallgelbem Dreirad-Lastwägeli seine Alpen-Panorama-Messer, andere ihre Edelbrände, Dekorationen, Strick- und Holzwaren. Risotto bei der Pfadi Summervogel bis zu den frisch ausgebackenen Oepfelringli bei den Samichläusen Heidi und Achim lassen jeglichen Stress vergessen. Lismen nach Anleitung wird an Handarbeitsständen angeboten. «Prost, ohne Alkohol», ruft eine Gruppe, die den Moschtglühwein nach Spezialrezeptur mit Honig und Gewürzen von Graber Fruthwilen geniesst. «Prost mit Alkohol» tönt es von Grüningers Rebbaustand. Andere trinken an der Bar Bier, beissen genüsslich in die Bratwurst oder den Cervelat, während Christbaumverkäufer sich Zeit für Haltbarkeitstips nehmen.