ERLEN: Das Opfer wohnte in Herisau

Die stark verkohlte Leiche, die im Waldstück beim Weiler Pulvershaus gefunden wurde, ist Opfer eines Verbrechens geworden. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat ein Strafverfahren gegen unbekannt eröffnet.

Manuel Nagel
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Der Fundort der verkohlten Leiche im Wald (rot umkreist) ist kaum hundert Meter von der vielbefahrenen Hauptstrasse Amriswil–Kreuzlingen entfernt. Rechts am Bildrand liegt der Weiler Pulvershaus – eingebettet zwischen Oberaach und Langrickenbach. (Bild: Manuel Nagel)

Der Fundort der verkohlten Leiche im Wald (rot umkreist) ist kaum hundert Meter von der vielbefahrenen Hauptstrasse Amriswil–Kreuzlingen entfernt. Rechts am Bildrand liegt der Weiler Pulvershaus – eingebettet zwischen Oberaach und Langrickenbach. (Bild: Manuel Nagel)

«Wir sind klar zum Schluss gekommen, dass es sich hier um ein Tötungsdelikt handelt», sagt Stefan Haffter von der Staatsanwaltschaft Bischofszell. Das basiere auf den bisherigen und intensiven polizeilichen Ermittlungen sowie den Ergebnissen der Untersuchung der Leiche im Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen.
Am 16. Juli entdeckte eine Passantin auf dem Sonntagsspaziergang im Waldstück Forsterwisli bei Pulvershaus eine stark verkohlte Leiche. Vor einer Woche informierte die Staatsanwaltschaft die Öffentlichkeit und bat zugleich, bei der Aufklärung der Tat behilflich zu sein.

Hinweise aus der Bevölkerung

Noch immer geben die Untersuchungsbehörden nur wenige Informationen bekannt. Doch nun ist es Gewissheit, dass es sich
um ein Verbrechen handelt. Alter und Nationalität nannte die Staatsanwaltschaft schon am letzten Freitag, und dass die Person aus der Ostschweiz wohnte. Nun konkretisiert sie und gibt bekannt, dass der 41-jährige Serbe in Herisau wohnhaft war.
«Zurzeit werden Spuren am Fundort der Leiche von Spezialisten ausgewertet», sagt Stefan Haffter. Es werde auch verschiedenen Hinweisen nachgegangen, die aus der Bevölkerung eingegangen sind.

Keine Angaben aus ermittlungstaktischen Gründen

Wann der Todeszeitpunkt war und ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist, dazu will und kann die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. «Die genauen Tatumstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», sagt Stefan Haffter. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren gegen die zur Zeit noch unbekannte Täterschaft.

Zeugenaufruf

Personen, die in der Nähe des Fundortes Beobachtungen gemacht haben oder weitere Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Thurgau unter der Telefonnummer 052 728 22 22 zu melden.