Erleichterte, jedoch nicht automatische Einbürgerung

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Am Sonntag, 12. Februar, entscheidet das Schweizer Stimmvolk, ob sich junge Ausländer der dritten Generation zukünftig erleichtert einbürgern können. Konkret geht es um eine Änderung der Bundesverfassung. Mit einem Ja kann das bereits angepasste Bundesgesetz in Kraft treten.

In der Schweiz gibt es zwei Arten der Einbürgerung. Das ordentliche Verfahren ist Sache der Kantone. Es kommt in den allermeisten Fällen zur Anwendung. Ein erleichtertes Verfahren ist aktuell im Falle einer Heirat mit einem Schweizer Staatsangehörigen möglich. Dies liegt in der Kompetenz des Bundes, wobei Kantone einbezogen werden. Die Integrationskriterien bleiben dieselben, vereinfacht wird das Verfahren.

Für die Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung darf die betreffende Person nicht älter als 25 Jahre alt sein. Sie muss in der Schweiz geboren sein, eine Niederlassungsbewilligung besitzen und hier mindestens fünf obligatorische Schuljahre besucht ­haben. Weiter gelten für einen Elternteil und für einen Grosselternteil konkrete Fristen und Bestimmungen betreffend Niederlassungsbewilligung respektive Aufenthaltsrecht. «Mit der geplanten Verfassungsänderung gibt es auch in Zukunft keine automatischen Einbürgerungen», heisst es in der Abstimmungsbotschaft des Bundes. (ma)