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ERHEBUNG: Kanton soll seine Stellen zählen

Die Regierung hat nichts gegen Transparenz beim Stellenwachstum. Allerdings will sie nur einen Fünf-Jahres-Vergleich – sonst wäre ein zusätzlicher Mitarbeiter nötig.

Die Stellenvermehrung in der Thurgauer Kantonsverwaltung ist ein politischer Dauerbrenner. Auch diese Woche stand im Grossen Rat anlässlich einer Debatte über Lohnerhöhungen die Anzahl der Mitarbeiter ebenfalls wieder zur Diskussion. Es gelte, möglichst ohne zusätzliches Personal auszukommen, wurde unter anderem argumentiert. Und: Einmal geschaffene kantonale Stellen würden kaum je wieder aufgehoben.

Urs Martin (Romanshorn) und Aline Indergand (Altnau), beide SVP, wollen es genau wissen und sind deshalb im letzten November aktiv geworden. Sie verlangen von der Regierung einen Bericht über die Stellenentwicklung in der Verwaltung. Vor allem fehlten heute auf einzelne Ämter heruntergebrochene absolute Zahlen, die einen Überblick zuliessen. Diesen soll laut den Parlamentariern nun ein Vergleich der Daten von 2008, 2013 und 2018 ermöglichen.

Mitarbeiter ein halbes Jahr lang beschäftigt

Die Kantonsregierung unterstützt in ihrer Beantwortung den Antrag – allerdings mit einer Einschränkung. Denn der Aufwand für die Erhebung der Zahlen von 2008 wäre nur mit einem unverhältnismässig hohen Aufwand möglich (ein halbes Jahrespensum). «Dafür müsste entweder eine Person abgestellt werden, mit der Folge, dass die ihr obliegenden Aufgaben während dieser Zeit nicht erledigt werden könnten; oder es wäre eigens für diese Erhebung eine befristete Stelle zu schaffen.»

Das jedoch kann nicht im Interesse der beiden Antragsteller liegen, weshalb Kantonsrat Urs Martin auf Anfrage denn auch einlenkt. «Ich will keine riesige Bürokratie, sondern bin davon ausgegangen, dass diese Erhebung relativ einfach zu machen ist.» Zwar sei schade, dass nun kein Vergleich über 10 Jahre möglich werde, «aber der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach», so Martin. Auch wenn man nur die fünf Jahre seit 2013 berücksichtige, liessen sich genug Rückschlüsse auf die Entwicklung ziehen, glaubt der SVP-Kantonsrat. Er werde darüber ­hinaus noch in Eigenregie ver­suchen, weitere Angaben zu recherchieren. Vor allem aber: «Heute weiss man nicht, wie viele Stellen jedes Amt hat. Nachher wird man das dann wissen.» Diese Transparenz alleine werde eine präventive Wirkung bei der weiteren Stellenentwicklung haben, ist Martin zudem überzeugt.

Christian Kamm

christian.kamm@thurgauerzeitung.ch

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