ERFOLGSREZEPT: Vertrauen ist besser

Managementtrainer Klaus Merg berät Firmen und Führungskräfte, wie man Menschen so führt, dass ein Vertrauensklima entsteht.

Thurgau@thurgauerzeitung.ch
Drucken
Teilen

«Studien zeigen, dass Top-Manager 80 Prozent ihrer Zeit und Energie darauf verwenden, die Nachkommenden in Schach zu halten», stellte Klaus Merg vor der Internationalen Vereinigung christlicher Geschäftsleute in ­Romanshorn fest. «Da ist es mit dem gegenseitigen Vertrauen nicht weit her.»

Doch Vertrauen sei für Manager ein ernst zu nehmendes Wirtschaftsthema. Die globalisierten Märkte und virtuellen Organisationsformen verlangten nach flexiblen Arbeitsstrukturen. Man arbeite heute vermehrt mit Menschen zusammen, die man kaum je persönlich antreffe und daher vertrauenswürdig sein müssten. Voraussetzung sei, dass sie eine reife Persönlichkeit entwickelt hätten und ein respektvolles Klima im Umgang mit Mitarbeitenden schaffen könnten. Sie müssten in der Lage sein, ihr Team zu ermutigen und kraftvoll zu agieren.

Charakter kommt vor Diplomen

Bei der Anstellung eines Kandidaten rate er dazu, vermehrt auf den Charakter zu achten. An Ausbildung mangle es in der Regel nicht, doch Authentizität sei eine wichtige Voraussetzung, um ein gutes Arbeitsklima zu schaffen und gemeinsam vorwärtszukommen. Jeder Mensch sei einzigartig und als solcher nicht ersetzbar.

Daher sei die Integrität eines Mitarbeiters ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Firma. Seine eigenen Erfahrungen mit Gott, der absolut vertrauenswürdig sei, ermöglichten ihm, ebenfalls zu vertrauen und Wagnisse einzugehen, betonte Merg weiter. Man könne nur weitergeben, was man selbst erlebt hat. Und man ernte immer, was man gesät habe, im Positiven wie im Negativen.

Kurt Enderli, Gemeindepräsident von Wilen bei Wil, betonte in einem persönlichen Erfahrungsbericht, dass sich das Vertrauen auf Gott lohne. Der Glaube an Gott aber erspare einem Rückschläge und Krisen keineswegs.

Mirjam Fisch

thurgau@thurgauerzeitung.ch