Er nahm sein Glied in die Hand und rannte davon

FRAUENFELD. Ein Unbekannter hat bei einem Frauenfelder Schulhaus einen Buben angesprochen und sich vor dem Kind entblösst. Das Ganze erinnert an einen Vorfall in Romanshorn – die Polizei sieht allerdings keinen Zusammenhang.

Daniel Walt
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Erwachsene, die sich vor Kindern entblössen - im Thurgau sind das laut der Kantonspolizei "absolute Einzelfälle". (Bild: Archiv/Susann Basler)

Erwachsene, die sich vor Kindern entblössen - im Thurgau sind das laut der Kantonspolizei "absolute Einzelfälle". (Bild: Archiv/Susann Basler)

Die Thurgauer Kantonspolizei ist derzeit mit Ermittlungen in einem Fall beschäftigt, der seit einigen Tagen für Aufregung im Umfeld des Primarschulhauses Kurzdorf in Frauenfeld sorgt. Wie "20 Minuten" heute berichtet, entblösste sich am späteren Freitagnachmittag ein Unbekannter vor einem neunjährigen Buben.

Kein körperlicher Kontakt
Auf Anfrage bestätigt Daniel Meili, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, den Vorfall. "Der Bub wurde kurz vor 17 Uhr von einem Mann angesprochen. Der Unbekannte wollte wissen, wo es hier ein WC gebe", sagt Meili. In der Folge liess der Mann die Hose herunter, nahm sein Glied in die Hand und rannte dann davon. "Einen körperlichen Kontakt zwischen dem Unbekannten und dem Kind gab es nicht", sagt Meili zu den bisherigen Erkenntnissen.

Unterschiedliches Vorgehen
Der Vorfall in Frauenfeld erinnert an ein Geschehnis, das sich Ende September zugetragen hat. Ein Unbekannter rief damals in Romanshorn ein sechsjähriges Mädchen zu sich, das sich auf dem Heimweg vom Kindergarten befand. In der Folge entblösste sich der Mann und begann zu onanieren. Die diesbezüglichen Ermittlungen laufen gemäss Daniel Meili nach wie vor. Einen Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall in Frauenfeld sieht die Kantonspolizei Thurgau nicht. Dies unter anderem aufgrund der Distanz zwischen den beiden Orten und des unterschiedlichen Vorgehens, so Meili, der im Zusammenhang mit solchen Vorkommnissen von "absoluten Einzelfällen" spricht.