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Er beisst, stirbt und beisst

Die Badi Ermatingen warnt vor Entenflöhen: Bei warmen Wassertemperaturen werden viele Badegäste von den kleinen Tierchen gebissen – und das juckt gewaltig. Auch der Kantonsarzt kennt das Problem.
Sabrina Bächi
Beim Eingang der Badi Ermatingen werden die Gäste auf die Entenflohgefahr aufmerksam gemacht. (Bild: Andrea Stalder)

Beim Eingang der Badi Ermatingen werden die Gäste auf die Entenflohgefahr aufmerksam gemacht. (Bild: Andrea Stalder)

Sabrina Bächi

sabrina.baechi@thurgauerzeitung.ch

Was gibt es Schöneres, als bei heissen Temperaturen ein frisches Bad im kühlen Nass zu geniessen? Doch wer dafür einen See oder Weiher bevorzugt, muss bei warmen Wassertemperaturen mit einer bösen Überraschung rechnen: rote Pusteln, die wie Insektenstiche aussehen und einen fiesen Juckreiz auslösen. Tönt gefährlich, ist es glücklicherweise nicht. Aber unangenehm. Verursacher dieser Hautreizungen sind Entenflöhe. Eigentlich ist der ein Millimeter kleine Entenfloh auf der Suche nach Wasservögeln, die der Parasit als Brutanlage für seine Eier benutzt. Manchmal verschwimmen sich die Tierchen jedoch und versuchen, sich bei Menschen durch die Haut zu fressen. Weil die menschliche Haut viel dicker ist, sterben sie in der Haut ab. Das löst eine allergische Reaktion aus, die heftig beisst.

Bisse jucken schlimmer als Mückenstiche

Lilo Oppliger, Bademeisterin der Badi Ermatingen, kennt das Problem mit dem juckenden Hautausschlag. Sie selbst war auch schon von einem Befall betroffen und weiss, wie sehr die Entenflohbisse jucken. «Vor allem in der ersten Nacht beisst es ganz schlimm», sagt sie. Die Bisse kommen überall am Körper vor. Auch unter dem Badkleid. «Selbst am Füdli kann es Bisse geben», weiss Oppliger. Dabei beobachtet die Bademeisterin, dass nicht alle von der Entenflohplage betroffen sind. «Manche kommen schon mit roten Flecken aus dem Wasser, andere baden stundenlang im See und haben gar nichts.» Um die Badegäste vor den unangenehmen Folgen zu warnen, hängt in der Badi an der Kasse ein Informationsschild zu den Entenflohbissen.

«Lästige, aber banale Angelegenheit»

Für die Gesundheit sind die Bisse keine Gefahr, sagt Kantonsarzt Olivier Kappeler. «Es ist eine lästige, aber banale Angelegenheit.» Wer gebissen wurde, soll die juckenden Stellen wie andere Insektenstiche lokal behandeln. So wird verhindert, dass man sich blutig kratzt und die Wunden sich womöglich entzünden. «Mit Entenflohbissen muss man rechnen, wenn man bei warmen Wassertemperaturen in der Flachwasserzone baden geht.»

Die dreijährige Erfahrung als Bademeisterin hat Lilo Oppliger gelehrt: Vorbeugend kann man sich mit Olivenöl oder Melkfett einreiben. Denn selbst das Duschen nach dem Badevergnügen nützt nur bedingt, weiss die 59-Jährige. Sie rät: gut einseifen und den Körper fest abreiben beim Abtrocknen. Wer sich die Bisse eingefangen hat, muss sich etwa eine Woche gedulden. Danach ist der Schreck mit den beissenden Pusteln vorbei.

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