Entzückend, all diese Abkürzungen

Kurzwörter sind sehr beliebt. Warum? Weil heute die allermeisten zum Schreiben nicht mehr alle zehn Finger, sondern bloss noch die Daumen benutzen. Wer schreibt schon gerne Angehörige der Armee, wenn er AdA schreiben kann? Soldat ginge auch.

Stefan Hilzinger
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Kurzwörter sind sehr beliebt. Warum? Weil heute die allermeisten zum Schreiben nicht mehr alle zehn Finger, sondern bloss noch die Daumen benutzen. Wer schreibt schon gerne Angehörige der Armee, wenn er AdA schreiben kann? Soldat ginge auch.

Doch Schülerinnen und Schüler sind SuS, und wenn Lehrerinnen und Lehrer (LuL) sich weiterbilden, stehen sie im SCHILF – an der Schulinternen LehrerInnen Fortbildung.

Viele dieser beliebten Abkürzungen sind Englisch. Etwa «asap», was «so schnell wie möglich» bedeutet oder dann das bei den Däumlingen besonders beliebte CU, was für «see you» steht und «Bis bald» bedeutet. «CU asap in FF» könnten also Schreibfaule auf eine Postkarte setzen, wenn sie mal ausnahmsweise kein SMS «töggele» wollen. Darauf könnten sie auch K.k.u.d.M. schreiben, statt Emoticon-Herzli zu verschicken, wenn sie noch wüssten, was K.k.u.d.M. heisst.

Alle wissen, dass UBS etwas mit Geld und USB etwas mit Computer zu tun. In Frauenfeld besonders beliebt sind derzeit Abkürzungen aus dem Land-, Forst- und Gartenbau. Statt Bauernbetrieb solls künftig Agro Food Innovation Park sprich «Afip» heissen und statt Schrebergarten «Open Gardening in Frauenfeld» sprich «Ogif».