Entwarnung bei Schadstoffen

Untersuchungen an den Schulstandorten Herdern und Lanzenneunforn brachten zwar gewisse Rückstände von Schadstoffen ans Licht. Schädlich für Menschen seien diese jedoch nicht, hätten Laboranalysen zeigt.

Evi Biedermann
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Im Schulhaus Herdern bestehe keine Gefahr durch Schadstoffe, sagte die Schulbehörde mit Verweis auf Laboruntersuchungen. (Archivbild: Donato Caspari)

Im Schulhaus Herdern bestehe keine Gefahr durch Schadstoffe, sagte die Schulbehörde mit Verweis auf Laboruntersuchungen. (Archivbild: Donato Caspari)

HERDERN. Besorgte Schulbürger hatten an einer Infoveranstaltung im August dieses Jahres Befürchtungen geäussert, dass die Schulanlage Herdern mit Asbest verseucht sein könnte. An der Schulgemeindeversammlung vom Dienstag (TZ berichtete) informierte die Behörde nun über die Resultate der Untersuchungen, die in den vergangenen Monaten an den Schulstandorten Herdern und Lanzenneunforn durchgeführt wurden.

Laut Marcel Mettler, der in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig ist, sind in den Untersuchungen tatsächlich Schadstoffe zum Vorschein gekommen. «Alle positiven geprobten Schadstoffe befinden sich jedoch in gebundener Form und sind somit für Mensch und Umwelt nicht schädlich», erklärte Mettler. Bei einer Sanierung müssten aber besondere Vorkehrungen getroffen werden, um diese Stoffe zu entsorgen. Die Kosten für eine fachgerechte Entsorgung und Wiederherstellung würden sich auf mehrere zehntausend Franken belaufen.

Drei Dringlichkeitsstufen

Im Zentrum der Untersuchungen standen giftige Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und polychlorierte Biphenyle (PCB), die zur Bauzeit der beiden Liegenschaften noch verbaut worden waren. Etwa im Bereich von Fliessmörtel, Klebstoff oder Fugenmaterial. Die Laboranalysen seien in drei Dringlichkeitsstufen unterteilt gewesen, erklärte Mettler. Für Kategorie 1 gilt die sofortige Sanierung, für Kategorie 2 eine dringliche und für Kategorie 3 eine empfohlene. «In die Dringlichkeitsstufe 1 fällt lediglich ein Stoff», erklärte Mettler. Den Standort gab er erst preis, als eine Anwesende ihn danach fragte. Seine Antwort: «Sie werden es kaum glauben, aber es ist die Turnhalle Lanzenneunforn, in der wir uns eben befinden.» Weitere Proben wurden der Kategorie 2 und 3 zugeteilt oder waren schadstofffrei.

Reine Atemluft

Bei den Analysen der Luft wurden keine verdächtigen Stoffe gefunden. Festgestellt jedoch wurden Rückstände von Reinigungsmitteln, die beim Grossputz in den Sommerferien verwendet worden waren. Allerdings in minimen Mengen, wie Mettler sagte und damit gesamthaft Entwarnung verkündete: «Für die Mitarbeiter sowie Schülerinnen und Schüler besteht kein gesundheitliches Risiko.»