Entspanntes Vorspiel zu den Festtagen

Auf der Bühne die bekannten Noise Brothers, davor rund 250 Partygänger im besten Alter: Das war «Die etwas andere Weihnachtsparty» in der Konvikthalle. Zum 31. Mal fand sie vergangenen Freitag statt.

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Ein grosses Familientreffen ist sie, «Die etwas andere Weihnachtsparty», die seit 31 Jahren immer am Tag vor Heiligabend, also am 23. Dezember, stattfindet. Gastgeber ist J. Markus Heer. Er ist nicht nur Organisator, Auskunftsperson, Schlepper, Bühnenbauer, Dekorateur, Einkäufer und Gastwirt, sondern garantiert auch für eine ausgelassene, eben etwas andere Weihnachtsparty, die mehr Konzert als Party ist. Man trifft sich und freut sich.

Vergangenen Freitag standen in der Konvikthalle die renommierten Noise Brothers auf der Bühne und feierten mit Rhythm ’n’ Blues-, Funk-, Soul-, Rock- und vielen Rock ’n’ Roll-Cover-Highlights ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Vom ersten Takt wussten Martin Kohler (Schlagzeug), Omar Buffon (Bass), Pat Kaspar (Gesang) und Dominik Rüegg (Gitarre) zu begeistern und die Zuhörer mitzureissen. «Nicht nur das Durchschnittsalter der rund 200 bis 250 Gäste liegt eher höher, sondern es sind über viele Jahre immer wieder die gleichen Gesichter, die zum Teil von weit her anreisen», so Heer sichtlich begeistert. Und: «Mit dem Grundgedanken eines fairen Eintritts und von fairen Getränkepreisen kommen wir gut an und finanziell immer gerade über die Runden. Dies auch dank der vielen freiwilligen Helfer.»

«Das Durchschnittsalter stimmt»

Die Begeisterung teilt auch das Publikum: Für Priska Oberger bietet der Anlass nicht nur spezielle Musik, sondern auch ein entspanntes, unverkrampftes und genussvolles Ambiente ohne Konsumzwang. Kurz: «‹Die etwas andere Weihnachtsparty› ist einfach nur schön!» Markus Büeler (beide Stein am Rhein) kann dem nur noch eines hinzufügen: «Und das Durchschnittsalter stimmt!» Für Madlen Sommer (Aadorf), Eveline Cappilli (Elgg) und Sonja Steiger (Wallenwil) hat sie eines nicht: mit Weihnachten zu tun. «Diese Party ist traditionell anders und hat nichts mit Weihnachtsmusik oder weihnachtlichem Flair gemein. Sie ist familiär und verströmt eine lockere, ungekünstelte Atmosphäre», meinen die drei.

Was viele empfinden, bestätigt Lara Stoll aus Zürich: «Heute ist ein ganz speziell gutes Konzert mit vielen Tanzenden, und die Stimmung ist voll positiver Schwingungen.» Sie muss es wissen, ist sie doch «Maskottchen» des Sängers der Band. Ebenfalls auf Musiker steht Anja Büchel aus Winterthur. Ihr hat’s der Schlagzeuger angetan: «Das höhere Durchschnittsalter der Anwesenden gibt dem Anlass eine besondere Note. Dadurch kommen sie mehr aus sich heraus», urteilt sie. Mittlerweile ist die Band bei Carlos Santanas «Oye como va» angelangt und der Platz vor der Bühne voll mit begeisterten Tänzern.

Chris Marty

frauenfeld

@thurgauerzeitung.ch