Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ENTSORGUNG: Bereit für den Aushub

In Weinfelden wird ein neues regionales Annahmezentrum für Wertstoffe und Abfall gebaut. Gestern war der Spatenstich. Die Anlage punktet mit einem innovativen Bau und mehr Platz.
Sabrina Bächi
Der Spatenstich erfolgte mit dem goldenen Spaten auf dem Gelände, wo künftig das neue Annahmezentrum stehen wird. (Bild: Sabrina Bächi)

Der Spatenstich erfolgte mit dem goldenen Spaten auf dem Gelände, wo künftig das neue Annahmezentrum stehen wird. (Bild: Sabrina Bächi)

Sabrina Bächi

sabrina.baechi

@thurgauerzeitung.ch

Das erste in der Schweiz wird es sein: das transluzente Dach des neuen Regionalen Annahmezentrum (RAZ) der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Thurgau. Eine Decke also, die das Tageslicht durchscheinen lässt. «Dadurch braucht es weniger künstliches Licht, das ist umweltfreundlicher», sagt Projektleiter Beat Hagmann von der Immo Coach AG. Auch sonst wartet die neue Annahmestelle, bei der künftig Papier, Dosen oder Glas gesammelt werden, mit einigen Höhepunkten auf. «Die Halle ist asymmetrisch und stützenfrei», sagt Hagmann. Die Form der 90 Meter langen, 50 Meter breiten und 18 Meter hohen Stahlbaukonstruktion sei speziell. Die Herausforderung am Projekt war jedoch nicht das Design, sondern die Kosten: «Nur mit guter Planung konnten wir das Budget von vier Millionen einhalten.» Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Löschwasserrückhalt. Das neue Annahmezentrum liegt nämlich im zweitgrössten Trinkwasserschutzgebiet des Kantons. Bei einem Brand der Anlage dürfte deswegen kein Löschwasser in das Grundwasser sickern. Deshalb wird das Terrain wie ein Auffangbecken gebaut, dass allfälliges Löschwasser separat sammeln würde.

Eröffnung ist im Frühling geplant

Das Regenwasser wird ebenfalls gesammelt. Im Gegensatz zum Löschwasser jedoch gereinigt und vollumfänglich dem Grundwasser zugeführt, erklärt Cyrill Huber, Bauleiter des Projekts. Morgen früh stehen die Bagger bereit und beginnen mit den Bauarbeiten. Bereits im Frühling soll das Annahmezentrum eröffnet werden können. Die Anlage, die zwischen dem Lidl-Verteilzentrum und der Kläranlage gebaut wird, ersetzt das bisherige Annahmecenter bei der KVA. Der neue Standort, da sind sich alle einig, sei ideal. «Wir haben hier genügend Platz, und die Sicherheit ist gewährleistet», sagt der Verwaltungsratspräsident der KVA, Reto Stäheli.

Das Annahmecenter hat ein Einzugsgebiet von 50000 bis 60000 Einwohnern. «An einem Samstag kommen schon etwa 400 bis 500 Personen vorbei», sagt Dieter Nägeli, zuständig für Markt und Logistik bei der KVA. Auch die Öffnungszeiten werden etwas angepasst. Angedacht ist auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten. Etwa drei bis vier Personen werden die Anlage betreuen.

Unterflurcontainer für die Gemeinde

Max Vögeli, Gemeindepräsident von Weinfelden, freut sich auf das neue Regionale Annahmezentrum. In seinem Willkommensgruss hält er auch den guten Standort fest und ergänzt, dass die Gemeinde ebenfalls aufrüste, indem neu Unterflurcontainer gebaut werden. «Was ich nochmals verdeutlichen will ist, dass das Entsorgungszentrum an der Weststrasse nicht geschlossen wird», sagt Vögeli, «das Dienstleistungsangebot wird aber angepasst.»

Schliesslich stellen sich alle Beteiligten in Reih und Glied auf, lächeln mit den goldenen Spaten um die Wette. Dann stechen sie mit dem Spaten in die derzeit noch grüne Wiese, um die Erde, werbetechnisch einwandfrei, fürs Foto in die Luft zu schleudern. Anzüge wurden keine schmutzig. Schuhe schon. Morgen kommt der Bagger – im Frühling der erste Entsorger.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.