Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Enten brauchen uns nicht

Am Murgufer werden immer wieder Enten gefüttert. Unnötig und gefährlich für die Tiere, sagen Stadt und Vogelschutzverein. Ein Hinweis auf der Lindenpark-Brücke soll das Handeln nun einschränken.
Das Hinweisschild auf der Lindenparkbrücke. (Bild: PD)

Das Hinweisschild auf der Lindenparkbrücke. (Bild: PD)

Man will doch nur helfen. Die Absicht derjenigen, die am Murgufer stehen und den Enten Brotstücke zuwerfen, ist gut gemeint – aber falsch. «Die Enten haben genügend Futter», sagt Daniel Schöpfer, Sachbearbeiter Natur und Landschaft der Stadt Frauenfeld. Es sei jedoch eine Frage des Ausmasses. Wenige kleine, weiche Brotstücke seien nicht das Problem. Die Mitarbeiter des Werkhofs haben jedoch bemerkt, dass immer wieder grössere Mengen Brotstücke verfüttert werden. Das bekomme den Enten nicht. Sogar Brotlaibe lägen am Ufer, die von den Enten gar nicht gegessen werden. Darum hat die Stadt auf der Lindenpark-Brücke ein Schild aufgestellt. «Bitte verzichten Sie – vor allem im Sinne der Tiere – auf eine Fütterung», steht darauf geschrieben. Man pfusche mit dem Füttern wild lebender Tiere der Natur ins Handwerk.

Das sieht auch Dan Saladin so. Der Präsident des Vogelschutzvereins Frauenfeld steht dem Füttern wilder Tiere kritisch gegenüber. Es gebe grundsätzlich keinen Grund, Enten zu füttern. «Sie finden genügend Nahrung und sind nicht auf uns angewiesen.» Es bestehe der Trend, dass man Wildtiere vermenschliche. «Dabei vergessen wir, dass sie keine Haustiere sind.» Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn die Flüsse zugefroren seien, könne eine Fütterung Sinn machen. Was ihn vor allem stört, ist die «Gratis-Brotentsorgung», die man auch am Murgufer beobachten kann. Da würden ganze Säcke mit altem, hartem Brot entsorgt. «Das hat nichts mehr mit Helfen zu tun.» Auch für Saladin ist es eine Frage des Masses. «Wer mit seinen Kindern den Enten kleine Brotstückchen zuwirft, kann das auch weiterhin tun.» Jedoch sei wichtig, dass die Tiere sich nicht daran gewöhnten.

Bei der Stadt wartet man nun ab, wie sich die Situation entwickelt. Daniel Schöpfer schliesst nicht aus, dass die Tafel eines Tages entfernt wird. Gleichzeitig stellt er klar, dass es sich nicht um ein Verbot handelt. «Wir möchten lediglich ein Bewusstsein schaffen, dass den Enten mit dem Füttern nicht geholfen wird.»

Donat Beerli

donat.beerli

@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.