Engagierte erste Halbzeit

Trotz knapper Finanzen habe sich die Kantonshauptstadt in den vergangenen zwei Jahren dynamisch entwickelt. Dies bilanziert der Stadtrat zur Hälfte der Legislatur. Personalentscheide stehen noch mehrheitlich aus.

Mathias Frei
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Der Stadtrat: Urs Müller, Vizepräsidentin Christa Thorner, Stadtpräsident Anders Stokholm, Elsbeth Aepli und Ruedi Huber. (Bild: Donato Caspari)

Der Stadtrat: Urs Müller, Vizepräsidentin Christa Thorner, Stadtpräsident Anders Stokholm, Elsbeth Aepli und Ruedi Huber. (Bild: Donato Caspari)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Teamgeist intakt, Stimmung auf dem Feld gut. Das sieht man den Spielern an, bevor sie zur Halbzeitanalyse vor die Journalisten treten. Es ist zwar nicht gezaubert worden in den ersten 45 Minuten. Das erwartet auch niemand. Aber die Mannschaft hat kreativ nach vorne gespielt und vor allem beim Umschaltspiel geglänzt. Im laufenden Match wird wohl nicht mehr gewechselt. Jedoch wird es für die nächste Partie Änderungen in der Aufstellung geben.

Weg vom Sportbericht, hin zur gestrigen Medienkonferenz des Stadtrats zur Halbzeit-Bilanz der Legislatur 2015 bis 2019. Stadtpräsident Anders Stokholm schätzt, dass man in den fünf Departementen bei jedem zweiten der insgesamt 27 Legislaturschwerpunkten ein «erledigt»-Häkchen machen konnte. Nicht erledigt respektive noch nicht zu Ende diskutiert ist die Personalplanung des Stadtrats.

Fest steht bislang einzig, dass Vizepräsidentin Christa Thorner (Vorsteherin Departement für Gesellschaft und Soziales) in zwei Jahren nicht mehr antritt. Das liege in der Natur der Sache, sagt die heute 64-Jährige. 2019 wird sie sechs Legislaturen gemacht haben. Ruedi Huber, Departementsvorsteher Werke, Freizeitanlagen und Sport, ist in zwei Jahren 63 Jahre alt. Dann werde er einen seiner beiden Jobs aufgeben. Welcher das sein werde, wisse er noch nicht. Huber ist nebst dem Stadtrats-Nebenamt, in das er vor sechs Jahren gewählt worden ist, stellvertretender Direktor des BBZ Arenenberg.

Den Stadträten «ist es nicht verleidet»

Im Amtsalter absteigend kommt nach Thorner Elsbeth Aepli, Vorsteherin des Departements für Alter und Gesundheit. Sie ist seit 2003 im Amt. Die neuen Organisationsstrukturen in ihrem Departement würden die städtische Alterspolitik optimieren. Deshalb sei es wichtig, das erarbeitete Know-how nicht zu verlieren. Ob es für sie eine nächste Legislatur gibt, «lasse ich noch offen», sagt die 53-Jährige. Urs Müller stellt als Departementsvorsteher Bau und Verkehr fest, dass sein Departement vermehrt im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung steht. «Aber verleidet ist es mir noch nicht», sagt Müller, der zwar 2005 ins Amt gewählt worden ist, mit seinen 44 Jahren aber das Nesthäkchen im Rat ist.

Zum Schluss Stadtpräsident Anders Stokholm. Der 51-Jährige, 2015 gewählt, steht in der ersten Legislatur – und es wird nicht seine letzte sein.