Engagement steigern

Wie gut ist das Stadler-Werk in Bussnang ab 2014 ausgelastet?

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Peter Spuhler CEO/Inhaber Stadler Rail (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Peter Spuhler CEO/Inhaber Stadler Rail (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Wie gut ist das Stadler-Werk in Bussnang ab 2014 ausgelastet?

2012 hatten wir ein Rekordjahr. 2013 werden wir ein gutes Ergebnis haben. Bisher haben wir für Bussnang für 2014 40 bis 50 Prozent Auslastung im Vergleich zum heutigen Niveau. Wir haben einige heisse Projekte in der Pipeline. Letzte Woche war ich in Belarus, Saudi-Arabien und Kasachstan, diese Woche geht es nach Russland. Wir müssen unser Engagement nochmals steigern, um die Auslastung 2014 und die Arbeitsplätze in der Schweiz zu halten.

Müssen Sie bei Offerten Preiskonzessionen machen?

Partiell. Wir verbessern vor allem unsere Produkte auf der Kostenseite, kaufen mehr im Euro-Raum ein und verwenden mehr gleiche Teile in verschiedenen Fahrzeugtypen. Und wir entwickeln innovative Produkte wie den Hochgeschwindigkeitszug für die Neat. Diesmal gewinnen wir hoffentlich.

Wie ist der Stand des Joint-Ventures in Belarus?

Im vierten Quartal beziehen wir die neue Montagehalle. Wir liefern für Belarus eine zweite Serie S-Bahn-Züge und hoffen auf eine Bestellung für Intercity-Züge. Von Belarus bearbeiten wir auch die Märkte Russland, Kasachstan und Aserbeidschan. Der Markt erwartet aber einen möglichst hohen lokalen Fertigungsanteil.

Die Aufträge werden also hier nicht beschäftigungswirksam?

Doch, wir streben eine Schweizer Wertschöpfung von über 50 Prozent an. (mkn)