Engagement junger Menschen honoriert

Die Stiftung Jugendförderung Thurgau hat fünf herausragende Physikprojektarbeiten an der Berufsmittelschule ausgezeichnet, darunter einen zur Wärmepumpe umgebauten Kühlschrank, einen Sonne-Stein-Backofen und einen Stratosphärenballon.

Christine Luley
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Neun der zehn von der Stiftung Jugendförderung ausgezeichneten BMS-Absolventen. (Bild: Christine Luley)

Neun der zehn von der Stiftung Jugendförderung ausgezeichneten BMS-Absolventen. (Bild: Christine Luley)

FRAUENFELD. Grosser Auftritt im bis auf den letzten Platz besetzten Bürgersaal des Frauenfelder Rathauses. Stiftungsrat Bernhard Friederich überreichte den Preisträgern die Auszeichnungen mit einem Geldbetrag. Das Publikum – Studenten und Lernende, die im nächsten Jahr die Berufsmatur absolvieren – spendete begeisterten Applaus.

Tips für die nächsten

Prämiert worden sind interdisziplinäre Projektarbeiten von fünf Frauen und fünf Männern. Sie stellten ihre Projekte vor und gaben ihren Nachfolgern Tips für die Projektarbeiten 2016: «Früh mit den Arbeiten beginnen, den Zeitaufwand gut berechnen, um das Ziel zu erreichen, und eventuell Sponsoren suchen.»

Hans Rudolf Moser, Ambassador Schweizer Jugend forscht, ermunterte die jungen Berufsleute: «Was heute entwickelt wurde, könnte später ihre Firma sein.» Vielleicht hat ja Nick Witzigs und Severin Wülsers Umbau eines Kühlschranks in eine Wärmepumpe das Potenzial dazu – das Objekt sei energiesparender als eine elektrische Heizung, sagte Polymechaniker Witzig.

Mit der Konstruktion und Auswertung von Photovoltaikmodulen beschäftigten sich Petra Witzig und Patrick Rüsi in ihrer Projektarbeit.

Sonnenofen zum Pizzabacken

Rahel Keller und Daniela Stadelmann bauten einen Sonnen-Stein-Backofen. Obwohl mit der Sonnenenergie die Wunschtemperatur nicht erreicht wurde, reichte es zum Pizza- und Brötchenbacken. Die beiden Optikerinnen könnten sich den Einsatz des umweltfreundlichen Backofens in einem Kindergarten vorstellen.

Um tiefe Temperaturen ging es Kim Burri und Michele Hanselmann. Ihr Ziel: eine Kühlbox, die nicht so schnell schlapp macht. Sie hatten sich zu Beginn ihrer Arbeit gefragt: «Frau und Physik – kommt das gut?» Das Resultat spricht für sich, und die Hochbauzeichnerin und die Optikerin verpassten der Kiste zudem einen stylischen Touch.

Die berufliche Zukunft wartet

Die Informatiker Micha Guillet und Pascal Wiesmann schickten einen Wetterballon mit einer Sonde, Messgeräten und einer Kamera in die Stratosphäre. Sie liessen das Publikum an der Leinwand ein Stück der Reise nachvollziehen und zeigten die gesammelten Daten und Messwerte.

Die jungen Leute haben eine wichtige Etappe erreicht. «Die Hochschulen nehmen unsere Absolventen gerne auf», sagte Rektor René Strasser im Hinblick auf ein späteres Fachstudium.