Endlich Einigung im Parkstreit

Die Parkregelung an der Promenade stiess den Markthändlern sehr sauer auf. Nach Protest und mehreren Diskussionen einigten sich die Händler und die Stadt auf einen Kompromiss. Richtig glücklich sind damit aber nicht alle.

Elisabeth Reisp
Merken
Drucken
Teilen
Sorgt für mehr Sicherheit. Für die Markthändler bedeutet der Kubus allerdings einen Parkplatz weniger. (Bild: Reto Martin)

Sorgt für mehr Sicherheit. Für die Markthändler bedeutet der Kubus allerdings einen Parkplatz weniger. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Seit Ostern suchen die Markthändler des Frauenfelder Wochenmarktes mit der Stadt eine Lösung für den Parkplatzstreit. Angefangen hat der Konflikt mit einem unangekündigten Verbot durch die Frauenfelder Marktaufsicht im April. Die Markthändler durften von einem Tag auf den anderen ihre Lieferwagen am Wochenmarkt nicht mehr auf der Promenade parkieren, obwohl die Marktfahrer eigens dafür eine Parkkarte eingelöst hatten. Der Protest der empörten Markthändler veranlasste die Marktaufsicht dazu, das Verbot für zwei Wochen zu sistieren. Das Parkverbot erklärte Werkhof-Leiter Markus Graf damals mit dem zu Beginn des Jahres eingeführten Parkverbot vor dem Glaspalast. Die Parkmöglichkeiten seien damit noch weniger geworden.

Erneuter Widerstand

Im Juni hatte Frauenfeld den Marktfahrern dann eine überarbeitete Parkordnung für den Wochenmarkt vorgelegt. Diese zeigten sich aber wenig begeistert davon. Der Vorschlag lautete: die acht Parkplätze längs der Promenadenstrasse sowie die letzten zehn der schräg angeordneten Parkplätze für die Händler zu reservieren.

Auch dieser Vorschlag stiess bei den Betroffenen auf Widerstand: Es gebe dadurch keine zusätzlichen Parkplätze für die Kunden – was die Idee hinter dem Verbot war –, die Händler müssten aber weiter laufen und tragen, um ihre Ware nach Marktschluss wieder zu verladen. Je nach Ware, könne das mühsam sein.

Die städtische Marktaufsicht und die Händler sassen also erneut zusammen und suchten einen Konsens. Gestern teilte die Stadt mit, dass endlich eine Regelung gefunden worden sei. Die nun gültige Regelung besagt, dass die seitlichen Parkplätze bei der Strasse für die Händler reserviert ist und diejenigen, die nicht zwingend auf der Promenade parkieren müssen, hinter der Kantonsbibliothek parkieren können.

Nicht die beste Lösung

Max Rufer aus Hefenhofen ist mit dieser Regelung nur mässig zufrieden. Der Schnittblumen-Züchter findet, es seien zu viele Sitzungen gehalten worden, dafür dass jetzt so wenig geändert worden sei. Es seien bessere Lösungsvorschläge auf dem Tisch gewesen, sagt er. Mit dem Kompromiss könne er jedoch leben. «Mit dieser Ordnung kann man arbeiten. Das ist die Hauptsache.»

Dass zudem die Kontrollen nächstes Jahr vor dem Glaspalast und der Kantonsbibliothek verschärft werden (siehe Kasten), beunruhigt ihn nicht. «Die Sache betrifft uns nur indirekt.» Einige der Händler würden zwar die Befürchtung hegen, dass so Kundschaft ausbleibe. Rufer selbst sagt: «Meine Kunden laufen auch vom Viehmarktplatz zur Promenade für meine Blumen.»

Beton-Kubus für Sicherheit

Einer der für die Händler reservierten Parkplätze an der Promenadenstrasse fällt bereits weg. Auf dem Platz unmittelbar vor dem Zebrastreifen auf der Höhe der evangelischen Stadtkirche liegt jetzt ein grosser Beton-Kubus. «Der Klotz ist eine Sofort-Massnahme, welche sich nach einer Sicherheitsprüfung ergeben hat», sagt Markus Graf. Wenn auf diesem Platz ein Wagen stand, waren die wartenden Fussgänger nur schlecht sichtbar. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das besonders gefährlich. Gerade die Lieferwagen der Händler haben die Sicht der Automobilisten auf die Fussgänger verdeckt.