Endlager: Kaum Widerstand im Thurgauer Osten

SCHLATT. Die Sachlage sei nun mal so, dass der Boden unter dem Gebiet seiner Gemeinde besonders geeignet sei für ein nukleares Endlager, sagt Kurt Engel, Gemeindepräsident von Schlatt.

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SCHLATT. Die Sachlage sei nun mal so, dass der Boden unter dem Gebiet seiner Gemeinde besonders geeignet sei für ein nukleares Endlager, sagt Kurt Engel, Gemeindepräsident von Schlatt. Nicht erfreut, aber ganz nüchtern betrachtet er es in der gestrigen Ausgabe der «Ostschweiz am Sonntag», dass die Wahrscheinlichkeit eines Endlagers unmittelbar bei seiner Gemeinde deutlich stieg. Seit Freitag ist klar: Das an die Gemeinde Schlatt grenzende Gebiet «Zürich Nordost» ist eines von zwei möglichen Standorten für ein nukleares Endlager. Dieser Entscheid kommt auch für Peter Mathys, Gemeindeammann von Basadingen-Schlattingen, nicht überraschend. «Wir leben schon lange damit», sagt er. Widerstand sei bisher auch keiner in Sicht. «Der Entscheid ist nachvollziehbar», sagt auch Walter Sommer, Stadtammann von Diessenhofen.

In den Thurgauer Gemeinden in der Nähe des möglichen Endlagers ist auch nach dem Entscheid vom Freitag keine Opposition auszumachen. Gemeindeammann Engel hofft, dass die Diskussion weiterhin sachlich geführt werde. Das Endlager soll nicht einfach in jene Gegend kommen, die sich am wenigsten dagegen wehrt. (sme.)