Emanzipation und so

Südsicht

Olaf Kühne
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Auf den Hinterthurgau rollt eine Östrogenwelle zu. Kaum haben wir eine neue Miss Oktoberfest Tannzapfenland und dadurch – im Zeitalter von It-Girls und Social Media genauso wichtig – auch eine neue Ex-Miss Oktoberfest Tannzapfenland, steht bereits eine weitere Schönheitsoffensive an.

Mit Marion Weibel kandidiert eine waschechte Hinterthurgauerin für die allerhöchsten Weihen im Thurgau: Sie will Apfelkönigin werden. Aufgewachsen ist sie in Balterswil, jetzt wohnhaft in Rickenbach. Passt. Doch es kommt noch besser. Tiziana Castauro, eine weitere Kandidatin, wohnt zwar in Rorschach. Aus apfelköniglicher Sicht also im Ausland. Aber sie ist in Rickenbach aufgewachsen. Lassen wir auch gelten.

Und dann war da mal noch was mit einer Bachelorette oder so in Sirnach – aber lassen wir das. Ob so viel holder Weiblichkeit kann sich der Hinterthurgau in der Frauenfrage jedenfalls wirklich nicht beklagen. Zumindest, wenn es um die wirklich wichtigen Ämter wie Biermissen, Obstköniginnen und dergleichen geht. Auf die erste Gemeindepräsidentin warten wir hingegen weiterhin vergebens.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch