Eltern mit Volksschule zufrieden

Im Frühjahr führte die Schulbehörde von Fischingen eine Elternbefragung durch. 80 Prozent der Eltern gaben eine Rückmeldung. Am Mittwochabend informierte die Behörde über das Resultat, das für die Schule sehr positiv ausfiel.

Christof Lampart
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Diskussion über die Umfrageresultate: Teilnehmerinnen des Informationsabends betrachten die Ergebnisse der Elternbefragung. (Bild: Christof Lampart)

Diskussion über die Umfrageresultate: Teilnehmerinnen des Informationsabends betrachten die Ergebnisse der Elternbefragung. (Bild: Christof Lampart)

FISCHINGEN. Die Umfrage wurde von Tanja Kernland von der kantonalen Schulberatung begleitet, womit sichergestellt war, dass die Fragen sowohl stufengerecht als auch auf dem neuesten, wissenschaftlichen Stand waren. Geplant war die Umfrage bereits seit 2009. «Wir setzten uns damals zum Ziel, nach drei Jahren eine Elternbefragung zu machen, damit wir als Behörde und als Schulleitung sehen, wo wir unsere Schwerpunkte setzen sollen», erläuterte der Präsident der Volksschulgemeinde Fischingen, Urs Schwarz, am Mittwochabend vor gut 60 Interessierten in der Hörnli-Halle in Oberwangen.

Dass die Rücklaufquote bei den Fragebogen hervorragende 80 Prozent betrug, dürfte vor allem zwei Gründe haben. Zum einen wurde die Befragung anonym durchgeführt. Und zum anderen hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, die Umfrage-Schreiben zu Hause abzugeben.

Kein «Durchgefallen» erhalten

Wie es sich zeigte, scheint es zwar an der Volksschulgemeinde Fischingen Raum für Optimierung, jedoch keine grossen Problembereiche zu geben. Doch während Schulbehörde und -Leitung in den Bereichen Organisation, Unterricht, Qualitätskontrolle, Übertritte/Schullaufbahn und Informationspraxis Bestnoten von den Eltern erhielten, schnitten diese in den Bereichen Nachvollziehbarkeit von Behördenentscheiden, Umgang mit Konflikten und Förderung von Schülern nur mittelmässig ab.

Ein «Durchgefallen» gab es indes in keinem Bereich. Bei der Vorstellung, beziehungsweise der anschliessenden Diskussion fiel auf, dass viele Eltern vor allem administrative Fragen beschäftigten. Also Fragen wie: An wen wende ich mich zuerst, wenn ich ein Problem mit dem Lehrer, der Schulleitung oder der Schulbehörde habe? Schwarz empfahl, den Erstkontakt immer mit dem zuerst Betroffenen zu suchen und erst später, wenn das Gespräch nicht fruchten sollte, die übergeordnete Instanz anzurufen.

Eltern wünschen sich Schulrat

Überrascht habe die Behörde, dass für viele Eltern die Debatte über das Beibehalten der aktuellen Schulstandorte trotz sinkender Schülerzahlen nicht die selbe Priorität geniesse wie in der Schulbehörde, so Schwarz. Hier zeige es sich halt schon, dass viele Eltern in allererster Linie bestmögliche Voraussetzungen für die Schulkarriere der eigenen Kinder anstrebten, während die Schulbehörde sich diesbezüglich langfristig Gedanken machen müsse.

Unverständliche Entscheide

Rund ein Drittel der Eltern gab an, dass sie die Entscheide der Schulbehörde nicht immer nachvollziehen könnten. Im ähnlichen Prozentbereich wünschten sich die Eltern eine aktivere Mitwirkungsmöglichkeit an der Schule – zum Beispiel durch einen Elternrat, der mit Gestaltungskompetenzen ausgestattet ist. Schwarz erklärte, dass die Volksschule Fischingen gerne dazu bereit sei, die Schaffung eines Elternrates oder von familienergänzenden Angeboten zu unterstützen, erinnerte aber daran, dass der Erfolg einer solchen Institution vor allem vom Engagement den involvierten Eltern abhänge.

Auch die Schaffung einer Art «Arena», um bei Problemen offene Fragen in breiter Runde zu diskutieren, wurde von einer Seite angeregt.

Schulpräsident Urs Schwarz. (Bild: mte)

Schulpräsident Urs Schwarz. (Bild: mte)