Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Elf Meter länger als jetzt

SIRNACH. Die Swisscom möchte auf dem Sirnachberg den Sendemast durch einen neuen, 65 Meter hohen ersetzen. Die 23 Einsprachen gegen das Bauvorhaben weist der Gemeinderat nun ab.
Philipp Haag
Anstelle des 54 Meter hohen Sendemasts erstellt die Swisscom auf dem Sirnachberg eine elf Meter längere Anlage. (Bild: Mario Testa)

Anstelle des 54 Meter hohen Sendemasts erstellt die Swisscom auf dem Sirnachberg eine elf Meter längere Anlage. (Bild: Mario Testa)

54 Meter hoch ist die Sendeanlage, welche die Swisscom auf dem Sirnachberg betreibt. Der Mast überragt die ihn umgebenden Bäume um etliche Meter. Der Mast stört viele Bewohnerinnen und Bewohner von Sirnach. Sie finden, die Sendeanlage verschandle das Landschaftsbild. Die Swisscom möchte die Sendeanlage durch eine neue, elf Meter längere (65 Meter) ersetzen. Gegen das Baugesuch sind auf der Gemeindeverwaltung 23 Einsprachen eingegangen. Nun weist der Sirnacher Gemeinderat die Einsprachen ab. Im Wesentlichen sind es drei Gründe. Laut Gemeindeammann Kurt Baumann werden die vorgeschriebenen Strahlungs-Grenzwerte eingehalten. Dies hat das Thurgauer Amt für Umwelt erklärt.

Sendemast ist zonenkonform

Ausserdem ist der Sendemast zonenkonform, wie das Thurgauer Amt für Raumplanung bestätigt. Bereits die bestehende Anlage entspreche den Vorgaben, sagt Baumann. Das gleiche gelte für den neuen, von der Swisscom vorgesehenen Sendemast. Weil die Strahlen-Grenzwerte eingehalten werden und der Sendemast der auf dem Sirnachberg ausgeschiedenen Zone entspricht, kann nach Ansicht der beiden kantonalen Ämter das Baugesuch bewilligt werden.

Der dritte Punkt betrifft das Landschaftsbild. Darüber musste die Gemeinde befinden. Wie Baumann sagt, ist das Landschaftsbild durch den bereits stehenden Sendemast nicht mehr unversehrt. «Und die Auswirkungen der Erhöhung um elf Meter auf die Natur und die Landschaft sind nur unwesentlich grösser als bei der bestehenden Anlage.» Aus diesen Gründen lehnt der Gemeinderat die Einsprachen ab. Nicht überrascht vom Entscheid ist Patricia Truniger. Sie wohnt im Hochwacht-Quartier und war eine der Einsprecherinnen. Es sei zu erwarten gewesen, dass die Gemeinde die Einsprachen abweist. Patricia Truniger ist nach wie vor der Meinung, dass der Sendemast störend wirkt. «Aber», darüber ist sich die GLP-Politikerin im klaren, «werden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten, sind einem die Hände gebunden.» Ihre Eingabe richtete sich zwar konkret gegen den Ausbau der Mobilfunk-Sendeleistung auf dem Sirnachberg, war aber auch als Protest gegen den Mobilfunkantennen-Wildwuchs in Sirnach gedacht. Den Entscheid an die nächst höhere Instanz weiterziehen, das wird Patricia Truniger nicht. «Dies macht keinen Sinn.»

Mit 65 Metern ist die Swisscom-Antenne oberhalb von Sirnach eine der längsten im Kanton. Nur gerade ein Mast in Salen-Reutenen ist um fünf Meter höher. Erstellen möchte die Swisscom den Mast, um über die Anlage zusätzlich DAB (Digital Audio Broadcasting: ein digitaler Übertragungsstandard für den Empfang von Digitalradio) für Lokalradios verbreiten zu können.

Sunrise nutzt Sendeanlage

Bereits die bestehende Anlage dient als Mehrzweckanlage. Sie wird neben dem Mobilfunk auch für die Verbreitung von Rundfunkdiensten genutzt. Weil für das DAB Platz geschaffen werden muss, kommt es zum Ausbau. Ausserdem ergreift die Swisscom die Gelegenheit, den Mobilfunk zu optimieren. Die Hardware wird ausgetauscht sowie die Sendeleistung verbessert und leicht erhöht. Mit Sunrise nutzt ein weiterer Mobilfunkanbieter den Sendemast auf dem Sirnachberg.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.