Einwohner sollen den Weg weisen

WARTH-WEININGEN. Langfristig planen, flexibel handeln und sich dabei auf sinnvollen Pfaden wissen: Warth-Weiningen möchte seine Einwohner in die Entwicklung der Gemeinde einbinden. Ein Workshop im April soll die Bedürfnisse eruieren.

Evi Biedermann
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Wanderwegweiser, Rebberg und Kirche in Warth: Wohin soll sich die Gemeinde entwickeln, ist die Frage an einem Workshop im April. (Bild: Evi Biedermann)

Wanderwegweiser, Rebberg und Kirche in Warth: Wohin soll sich die Gemeinde entwickeln, ist die Frage an einem Workshop im April. (Bild: Evi Biedermann)

«Wir können noch so strategisch planen und zweckmässig handeln», sagt Hans Müller, «solange wir nicht wissen, was unsere Einwohner wollen, gestalten wir die Zukunft unserer Gemeinde aus einseitiger Sicht.» Zu dieser Überzeugung ist der Gemeindeammann von Warth-Weiningen gekommen, nachdem er und seine sechs Ratsmitglieder sich ein Jahr lang intensiv mit der zukünftigen Entwicklung der Gemeinde befasst hatten. Irgendwann hätten sie sich mit den Ideen und Absichten im Kreis gedreht. «Der Blick von aussen fehlte uns», sagt Hans Müller.

Seit vergangenem August nun begleitet und unterstützt die Firma «Innovision» aus Hagenbuch den Prozess der Zielfindung und Zielsetzung. Die Entwicklungsziele des Gemeinderates seien jetzt konkret, erklärt der Gemeindeammann. «Nun möchten wir von der Bevölkerung wissen, wie sie die Entwicklung der Gemeinde sieht.»

Berater gibt Auskunft

Ein Workshop Ende April soll darüber Aufschluss geben. Dem halbtägigen Arbeitstreffen voraus geht ein Informationsanlass morgen Donnerstag, an dem Peter Handschin von «Innovision» das geplante Vorgehen erläutern wird. Die gewünschte Marschrichtung des Gemeinderates geht aus dem Arbeitstitel deutlich hervor: «Mitenand vorwärts.» «Wir wollen die Dorfbewohner in die Zielfindung einbinden», sagt Gemeindeammann Müller. Voraussetzung dafür sei, dass die Bevölkerung sich mit den eigenen Bedürfnissen, Erwartungen, Visionen auseinandersetze. Ein vierteiliger Fragebogen soll dies erleichtern. Gegliedert ist er in die Themenkreise «Aktivität in der Gemeinde», «Infrastruktur von Warth-Weiningen», «Behördliche Dienstleistungen» sowie «Jung und Alt – Wohnen in der Gemeinde».

Jeder Gedanke ist wichtig

Die Fragebogen werden in diesen Tagen an alle Haushalte der Gemeinde verschickt. Über die Ergebnisse der Umfrage werden die Bewohner zu gegebener Zeit informiert. Sie dienen auch als Grundlage bei der vertieften Auseinandersetzung am Workshop, wenn in Arbeitsgruppen über Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen diskutiert wird. Der Gemeinderat werde an diesem Vormittag nicht mitreden, sagt Hans Müller.

Die Idee dahinter ist, dass dies die Workshop-Teilnehmer beeinflussen könnte. Denn: «Wir wissen, was machbar ist.» Für eine aufschlussreiche Abklärung sei jedoch jeder Gedanke wichtig, auch wenn daraus nicht sofort etwas Grosses entstehe. Müller hofft auf eine breite Beteiligung an beiden Anlässen. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren viele Zuzüger erhalten. «Von ihnen wissen wir relativ wenig.»

Infoanlass morgen abend, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle Weiningen; Workshop am Samstag, 26. April.

Hans Müller Gemeindeammann von Warth-Weiningen (Bild: Evi Biedermann)

Hans Müller Gemeindeammann von Warth-Weiningen (Bild: Evi Biedermann)

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