EINWEIHUNG: Kabel von Münsterlingen bis Wien

Mit einer Feier ist der Abschluss des Gesamtprojektes 3i am Kantonsspital Münsterlingen gewürdigt worden. Regierungsrätin Carmen Haag spricht von einem innovativen und intelligenten Ergänzungsbau.

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Eine ansehnliche Zahl an Gästen feierte am Dienstagnachmittag beim Kantonsspital Münsterlingen den Abschluss des Gesamtprojektes 3i. Spitaldirektor Stephan Kunz begrüsste sie nur kurz, denn zunächst mussten die Verantwortlichen zur Schaufel greifen. «Am Spatenstich im November 2012 haben alle Beteiligten ein Apfelbäumchen bekommen.» Die Bäumchen seien gehegt und gepflegt worden, und an der Feier würden sie nun eingepflanzt. Die zehn Apfelbäume stehen und in Reih und Glied direkt beim neuen 3i-Gebäude.

«Gemeinsam dürfen wir heute den krönenden Abschluss des Gesamtprojektes 3i feiern», sagte Regierungsrätin Carmen Haag in ihrer Ansprache.

Münsterlingen verfüge damit über eine neue, topmoderne Infrastruktur für die Integrierte Intensivbehandlung. In den vergangenen vier Jahren seien 200 Räume neu gebaut, 140 Räume umgebaut, 500 Türen und 190 grosse Fenster eingesetzt worden. «Das gesamte Volumen entspricht einer Fläche von zweieinhalb Fussballfeldern.» Dafür sei auch einiges an Material nötig gewesen. Die Elektriker hätten 500 Kilometer Kabel verlegt, «das entspricht der Luftliniendistanz von Münsterlingen nach Wien». Eine Freude sei es, als Ergebnis ein solch modernes Akutspital für die optimale Versorgung der Bevölkerung zu haben, erklärte Carmen Haag. Dem Regierungsrat sei es seit jeher ein grosses Anliegen, eine zu­kunfts­gerichtete und wettbewerbsfähige Infrastruktur für das Gesundheitswesen bereitstellen zu können.

Aus Sicht des Kantons sei 3i innovativ und intelligent, weil im jüngsten Ergänzungsbau alles so angelegt sei, dass die Arbeitsabläufe optimal ineinander greifen könnten. «Was einfach tönt, ist hohe Kunst.»

Eindrückliche Hightech-Anlagen

Könnten die damals hier wirkenden Ordensbrüder und -schwestern einen Blick auf die heutigen Hightech-Anlagen werfen, würden sie wohl ihren Augen nicht trauen, sagte Carmen Haag. Und auch für heutige Verhältnisse sei die hoch technisierte Intensivstation eindrücklich. Der Neubau sei schweizweit einer der ersten Minergie-P-zertifizierten reinen Spital-Behandlungstrakte. «Darauf können Spital und Kanton als Bauherren stolz sein.» Die Fotovoltaikanlage leiste jährlich 42 Megawattstunden und decke 95 Prozent des Wärme- und Kältebedarfs ab. Ein besonderer Dank gelte schliesslich Urs Steppacher, Leiter Gesundheitsbauten im Hochbauamt und Gesamtprojektleiter. 235 strategische Sitzungen von Baukommission, Bauausschuss bis Projektleitung seien nötig gewesen, dazu kamen unzählige Besprechungen im Ausführungsbereich.

Kurt Peter

thurgau@thurgaerzeitung.ch

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