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Einsprachen, Petition und grünes Licht aus Lausanne

Region Im Bezirk Frauenfeld befinden sich aktuell mehr als sechs Dutzend Sendeanlagen der drei Mobilfunkbetreiber Swisscom, Salt und Sunrise. Knapp die Hälfte stehen auf dem Gebiet der Stadt Frauenfeld, wie einer Übersichtskarte des Bundesamtes für Kommunikation zu entnehmen ist. Wie viele davon Salt betreibt, ist nicht zu erörtern. Ebenso wenig kommuniziert das die Salt-Medienstelle. Fakt ist, dass zuletzt in mehreren Gemeinden immer wieder Gesuche für den Bau von Mobilfunkanlagen öffentlich zur Auflage kommen. Eine ähnliche Anlage wie am Buchenweg in Steckborn (Text oben) plant die Mobilfunkbetreiberin mit Sitz in Zürich auch bei der Ara-Kläranlage Untersee in Berlingen. Die öffentliche Auflage dauert noch bis 15. Februar.

Noch bis 17. Februar liegt ein Salt-Baugesuch für eine Handyantenne in Matzingen auf. An der Frauenfelderstrasse 64 auf dem Dach eines grösseren Umzugunternehmens plant Salt eine 25 Meter hohe Antenne direkt neben einem Kinderspielplatz. «Ich mache mir Sorgen um unsere Gesundheit. Wir könnten im Quartier schon bald vom Elektro-Smog verstrahlt werden», sagte eine Anwohnerin zu «Blick». Ein Betroffener fragt sich, wer «so einen Seich» bewilligt? Entgegen den Aussagen im «Blick» sei das Gesuch noch nicht bewilligt, stellt Gemeindepräsident Walter Hugentobler klar. «Es handelt sich um ein ordentliches Baubewilligungsverfahren.» Die Gemeinde habe Salt einen anderen Standort vis-à-vis in der Industriezone vorgeschlagen, der jedoch als «technisch ungeeignet» bezeichnet worden sei. Jetzt wartet die Gemeinde vorerst die öffentliche Auflage ab. Die Anwohner drohen mit Einsprachen und einer Petition.

Einiges umfangreicher gestaltet sich die Opposition in Thundorf gegen eine geplante Salt-Antenne beim Entsorgungsplatz. Seit einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung setzt sich eine paritätische Kommission damit auseinander. Eine Aufsichtsbeschwerde beim Kanton wurde kürzlich ohne Entscheid zurückgezogen, teilt die Gemeinde mit. Jetzt könne die Kommission ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Grösstenteils auf Ablehnung stiess der Weiterzug eines Privatklägers bis nach Lausanne. Die Bundesrichter beurteilten die Baubewilligung – auch auf Empfehlung des Bundesamtes für Umwelt – als rechtens, da alle Auflagen der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung eingehalten sind. Die Bundesrichter kamen aber auch zum Schluss, dass dem kantonalen Departement für Bau und Umwelt während des Bewilligungsverfahrens ein Fehler unterlaufen ist. So habe es das Recht auf rechtliches Gehör des Privatklägers verletzt. Nun hat das Verwaltungsgericht erneut über die Kosten- und Entschädigungsverteilung zu urteilen.

Mit dem Bundesgerichtsentscheid ist der Weg für Salt frei. «Sobald wir von der Gemeinde die Baufreigabe erhalten, werden wir loslegen», heisst es dort. Das könnte noch im Sommer passieren. Sich einen Standort mit anderen Mobilfunkanbietern zu teilen, sei zwar diskutiert worden, technisch aber kaum machbar, teilt Salt mit. (sko)

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