Einheitliche Bildungsziele

Schulstandorte können mit der Einführung der Basisstufe mittelfristig gesichert werden. Davon ist Regierungsrätin Monika Knill überzeugt, wie sie am 40. Jubiläum der SVP Ermatingen darlegte.

Kurt Peter
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Prominente Gratulanten: Gemeindeammann Martin Stuber, Kantonalpräsident Walter Marty, Ortspräsident Hans Brugger und Regierungsrätin Monika Knill stossen auf 40 Jahre SVP Ermatingen an. (Bild: Kurt Peter)

Prominente Gratulanten: Gemeindeammann Martin Stuber, Kantonalpräsident Walter Marty, Ortspräsident Hans Brugger und Regierungsrätin Monika Knill stossen auf 40 Jahre SVP Ermatingen an. (Bild: Kurt Peter)

ERMATINGEN. Die SVP-Ortspartei feierte am Dienstag auf dem Hof von Hanspeter Hediger ihren 40. Geburtstag. Mit Regierungsrätin Monika Knill hatte die Ermatinger Partei eine prominente Gratulantin eingeladen. Sie berichtete über die aktuellen Entscheidungen und Vorhaben aus ihrem Departement Erziehung und Kultur. Die Teilrevision des Volksschulgesetzes macht es möglich, durch die Basisstufe gefährdeten Standorten die Schule zu sichern. Mit einer Flut an Gesuchen rechnet Monika Knill aber nicht. Denn wenn auch einige Schulgemeinden sehnlichst auf die Verordnung warten: «Neben den strukturellen Voraussetzungen müssen auch die pädagogischen Bedingungen erfüllt sein», erklärte sie.

Gemeinsamer Lehrplan

Im kommenden Jahr werde sich der Thurgau mit dem «Lehrplan 21» intensiv beschäftigen, fuhr Knill fort. Die französischsprachigen Kantone haben einen gemeinsamen Lehrplan bereits geschaffen, nun folgen die 21 hauptsächlich deutschsprachigen Kantone. Ziel ist es, einheitliche Bildungsziele zu erreichen. An der Erarbeitung des Lehrplans sei der Thurgau in Fachbereichen beteiligt, so Monika Knill. Der so- genannte Füllgrad des Lehrplans liegt bei 80 Prozent. Den eigenen Bedürfnissen der Kantone trage der Lehrplan mit 20 Prozent eigenem Ermessensspielraum Rechnung. Die Vernehmlassung sieht die Regierungsrätin im Frühling 2013. Wenn der Lehrplan 21 freigegeben wird, entscheiden die Kantone, ob sie diesen auch übernehmen wollen.

Innovationspark im Thurgau

Als «konkret, aber visionär» bezeichnete Knill einen Swiss Innovation Park im Thurgau. Neben zwei grossen solchen Parks sollen nach den Zielen des Bundes mehrere kleinere Standorte geschaffen werden. Im Thurgau steht Frauenfeld zur Diskussion. Da die Armee die städtischen Anlagen räumen werde, so Knill, stünden diese bald für die Schaffung eines Innovation Parks zur Verfügung». Das Potenzial, zeigte sie sich überzeugt, sei auf jeden Fall vorhanden.

Einen kurzen Blick zurück auf 40 Jahre SVP in Ermatingen warf Vorstandsmitglied Walter Heider. Am 16. März fand die Gründungsversammlung statt. Die Partei wurde als «Vereinigung der Bauern und des Mittelstandes» aus der Traufe gehoben. Unter dem neuen Namen SVP trat die Partei erstmals 1975 auf.

Die politischen Aktivitäten bezeichnete Heider als bescheiden. Als eine der wichtigsten erwähnte er die Stellungnahmen zum kantonalen Richtplan 1995. Damals wehrte sich die Partei erfolgreich gegen zu grosse Landschaftsschutzgebiete rund um das Dorf.