Einen Wok beim Seeschulhaus

STECKBORN. Primarschule und Gemeinde Steckborn bauen beim Seeschulhaus einen Pavillon. Architekt Cyrill Bischoff und sein Entwurf namens «Wok» sind die Sieger des Ideenwettbewerbes. Im Sommer 2016 soll der Bau stehen.

Stefan Hilzinger
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So stellt sich der Architekt den Pavillon beim Seeschulhaus vor. (Bild: pd)

So stellt sich der Architekt den Pavillon beim Seeschulhaus vor. (Bild: pd)

Eine nach unten gewölbte Schale aus Spezialstahl auf zwei massiven Stahlstützen, durch eine kräftige Feder in Position gehalten. Das Ganze auf ein Betonfundament gestellt, das als Bühne dient – Architekt Cyrill Bischof aus Romanshorn hat sich die Konstruktion ausgedacht und sie nach der Form des Daches «Wok» getauft. Schon im Sommer 2016 soll beim Seeschulhaus in Steckborn ein derartiger Pavillon stehen.

Ein langgehegter Wunsch

Für die Steckborner Primarschulbehörde fehlt beim Seeschulhaus ein Pausenunterstand für die Schüler. «Für uns geht mit dem Pavillon daher ein langgehegter Wunsch in Erfüllung», sagte der Vizepräsident der Primarschulgemeinde Martin Schaffner, als Mitte der Woche das Siegerprojekt des Ideenwettbwerbes bekanntgeben wurde. Der Vorschlag des Romanshorner Architekten hatte die Jury am meisten überzeugt.

150 000 Franken soll der Bau kosten. Stadt und Schule teilen sich die Kosten. Die Stadt steuert 50 000 Franken bei, die Schule den Rest. Laut Stadtammann Roger Forrer wird die Stadt ihren Beitrag im Rahmen des Budgets 2016 vorsehen. Denn auch die Stadt habe etwas vom Pavillon, da er für Veranstaltungen genutzt werden könne, etwa für eine Bundesfeier oder für ein Platzkonzert der Stadtmusik. Bauherrin des Pavillons ist die Schulgemeinde, auch sie wird den entsprechenden Betrag ins Budget 2016 nehmen.

Unter den Bäumen

Ein Kommission mit Mitgliedern von Stadt und Schule treibt das Projekt voran. Knifflig sei es gewesen, den passenden Standort zu finde. «Der Bau sollte bei Grossveranstaltungen nicht stören», sagte Forrer. Erste Ideen, den Pavillon in den See hinaus zu stellen, seien wieder verworfen worden. Schliesslich habe man sich auf den Platz unter den Bäumen zwischen dem Kiesplatz und der Rasenfläche geeinigt. «So müssen die Schüler nicht allzu weit gehen, bis sie an einem regnerischen Tag im Trockenen sind», sagte Schaffner.

Mit beweglichen Elementen aus transparentem Kunststoff kann das Rund des Pavillons zu etwa drei Vierteln geschlossen werden, so dass nebst Regen auch Westwind und Bise gebannt sein sollten

Die fragil wirkende Konstruktion erfülle die statischen Anforderungen. «Wir haben das rechnen lassen», sagt Bischof. Das sich in der Schale sammelnde Regenwasser werde am tiefsten Punkt gefasst und zur Seite abgeleitet. Regelmässige Fleissarbeit dürfte es geben, wenn sich im Herbst das Laub im übergrossen Wok ansammelt.

Cyrill Bischof Bischof Partner Architektur AG Romanshorn (Bild: Stefan Hilzinger)

Cyrill Bischof Bischof Partner Architektur AG Romanshorn (Bild: Stefan Hilzinger)