Eine weitere Petition im Fall Hefenhofen

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Tierquäler Nachdem Tierschützer Rücktritte gefordert hatten, doppelt der Verein Brennpunkt Schweiz nach. Mit einer Petition will die Organisation mit Sitz in Romanshorn Druck auf Kantonstierarzt Paul Witzig und Regierungsrat Walter Schönholzer aufbauen. Bemängelt werden im Fall Hefenhofen «gravierende Amtsmissbräuche und Amtspflichtverletzungen». Am 9. Oktober soll Regierungspräsidentin Carmen Haag die Bittschrift erhalten. Der Verein rühmt sich, mit einer früheren Petition innert 28 Stunden über 13000 Unterschriften gesammelt zu haben. Damals wurde gefordert, die Pferde seien Ulrich K. wegzunehmen.

Der Verein ist im nationalkonservativen Spektrum zu ­verorten, wie ein Blick auf die Webseite zeigt: Die direkte Demokratie soll gestärkt werden, ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU wird abgelehnt, «Switzerland first» propagiert. Präsident ist SVP-Mann Markus Holzer. Er trat einst mit dem Aufruf zu einer Demo gegen die lasche Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative in Erscheinung. Sie fand nie statt.

Zur Aufarbeitung von «Hefenhofen» erhalten Bürger derzeit keine Auskunft. Das geht aus dem Mailverkehr hervor, den ein Bürger an Medien verschickt hat. Regierungsrat Schönholzer schreibt dem Bürger: Die Resultate der externen Untersuchungskommission seien abzuwarten – und nicht alles zu glauben, was in den Medien berichtet werde.

Auch Politiker beschäftigt das Thema weiter: Kantonsrat Ueli Fisch (GLP, Ottoberg) hat Anforderungen für den Chef der Kommission auf Twitter formuliert: Dieser müsse ein erprobter Krisenmanager, unabhängig und nicht im Thurgau vernetzt, «parteilos oder sicher nicht FDP-Mitglied» sein. Schönholzer gehört der FDP an. (seb.)