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Eine Stadt zum Verlieben

Tour-de-Suisse

Noch bleibt Winter Trumpf, obwohl die Fasnacht in der Kantonshauptstadt bereits Geschichte ist. Im aktuellen Fernsehprogramm dominieren News aus dem südkoreanischen Pyeongchang, höchstens Frauenfelderinnen und Frauenfelder mit Reiseziel Tropen denken derzeit an sommerliche Gefühle.

Trotz fehlendem meteorologischen Sonnenschein wirft nun die Tour de Suisse ihre Schatten voraus, die am Wochenende des 8. bis 10. Juni nach über 20-jähriger Abstinenz wieder in die Stadt kommt. Am meisten brennt Fräuli und Leuli die Frage unter den Nägeln, wo genau die Rennfahrer am Samstag beim Mannschaftszeitfahren und beim sonntäglichen Rennen mit Start- und Zielort Grosse Allmend exakt durchrauschen. Sowohl beim lokalen Verein Tour de Suisse HUB Frauenfeld als auch bei der Tour-Organisation selbst gibt man sich wortkarg – zumindest noch bis anfangs März. Immerhin tröpfeln regelmässig mehrsprachige Newsletter hinein, und der jüngste liest sich wie Butter. Sommerliche Bilder einer florierenden Altstadt, Schloss und dem grünen Murg-Auen-Park eröffnen mit dem Titel «Frauenfeld – eine Stadt zum Verlieben». Da wird sogar zugezogenen Möchtegern-Frauenfeldern so richtig warm ums Herz ob der vielen wohlwollenden Adjektive. Das Stück mit rund 1700 Anschlägen beginnt dann auch mit: «Frauenfeld hat alles, was Sie für ein gutes Leben brauchen: eine ausgezeichnete Infrastruktur, verschiedene Bildungseinrichtungen, Einkaufszentren, einen starken Einzelhandel und eine Vielzahl von Kultur- und Freizeitaktivitäten.» Wer den Textern beim OK Zuckerblasen und Honigschmieren vorwirft, der sollte sich schämen. Wer es verpasst, den SRF-Donnschtig-Jass in die Stadt zu holen, muss doch bei der nächstmöglichen Chance mit Positivem aus seiner Heimat nur so um sich werfen. «Die Stadt verbindet eine ländliche Umgebung mit städtischem Komfort» – Punkt! Natürlich aber habe Frauenfeld mehr zu bieten als Arbeit und Sport – Baaam! «Es hat auch ein Herz für Kultur.» – Zack! All das trage zu einem hohen Lebensstandard bei. «Wir leben gut und lieben es in Frauenfeld zu wohnen», schliesst das Porträt. Nun gut. Ob man will oder nicht, die Tour de Suisse trägt das positive Frauenfeld in die Welt hinaus. Bisher jedoch nur für diejenigen, die den Newsletter abonniert haben. (sko)

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