Eine Sporthalle der Superlative

AADORF. Am Samstag feierte die Gemeinde Aadorf mit einem Tag der offenen Tür die Einweihung der neuen Sporthalle Löhracker. Schon tags darauf konnte sich der Bau bei ersten Veranstaltungen in der Praxis bewähren. Gross ist denn auch die Vorfreude bei Vereinen und Schulklassen.

Kurt Lichtensteiger
Drucken
Teilen
Peter Bär (Sportamt Thurgau) und Stefan Mühlemann (Baukommission).

Peter Bär (Sportamt Thurgau) und Stefan Mühlemann (Baukommission).

Was vor 20 Jahren angedacht war, ist mit dem Bau einer modernen Dreifachhalle in Erfüllung gegangen – nämlich sich nach dem Bau des Gemeinde- und Kulturzentrums an die Projektierung eines Sportzentrums zu machen. Grabenkämpfe um Standort, Grösse und Kosten eines ersten abgelehnten Projekts gehören der Vergangenheit an. Kaum jemand mehr scheint dem nachzutrauern. Man setzt sich mit der Gegenwart auseinander, und diese sieht für die sportliche Bevölkerung von Aadorf blendend aus. Mit der Realisierung des im Mai 2013 bewilligten Projekts in Höhe von 12,9 Millionen Franken ist der Wunsch der Aadorferinnen und Aadorfer in Erfüllung gegangen.

Ein Beitrag zur Energiestadt

Zur samstagvormittäglichen Einweihungsfeier, umrahmt von der Musikgesellschaft Aadorf, waren rund 180 Unternehmer, Behördemitglieder sowie Vertreter aus Vereinen und Organisationen geladen. Regierungsrat Kaspar Schläpfer gratulierte der Gemeinde Aadorf zur erfolgreichen Rezertifizierung mit dem Label Energiestadt. Eine Auszeichnung, die mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle weiter gestärkt werden konnte, produziert dieses Solarkraftwerk doch jährlich 110 000 Kilowattstunden.

Mit der Bemerkung, Aadorf habe nun «die neueste, modernste und schönste Sporthalle im Thurgau», hielt sich der Thurgauer Volkswirtschafts- und Energieminister in Sachen Superlativen nicht zurück. Stefan Mühlemann, Präsident der Baukommission, erwähnte die durch zwei Sabotageakte um zehn Tage eingetretene Bauverzögerung, deren Kosten weitgehend von der Versicherung getragen werde. Was die Baukosten betreffe, so sehe es nach einer Punktlandung aus.

Gemeindepräsident Matthias Küng dankte seinem Vorgänger Bruno Lüscher für die immense Vorarbeit und der Bevölkerung für ihre Weitsicht. Roger Biscioni vom ausführenden Winterthurer Architekturbüro Graf-Biscioni stellte die besondere Herausforderung des Baus in den Mittelpunkt, derweil Peter Bär, Leiter des Sportamtes Thurgau, den Gewinn für die Schuljugend hervorhob.

Nach dem Mittag pilgerten dann Hunderte von Aadorferinnen und Aadorfern zur neuen Sportstätte, wo rund 20 Vereine als zukünftige Nutzer einen Einblick in ihre Tätigkeiten gaben. Bei Show, Spiel und Spass wurde einem bis in den frühen Abend hinein treffliche Unterhaltung geboten.

Viele positive Meinungen

Zahlreiche Besucher fanden im Freien Musse auf den Inseln mit den neuen Sitzbänken, von wo sie den Blick auf den majestätischen Baukörper geniessen konnten. Das Urteil dazu fiel gemäss einer Blitzumfrage weitgehend positiv aus. Die Meinungen über den Sporthallenbau reichten von «nicht so hoch wie erwartet» und «wunderschön, phantastisch, toll» über «ansehnlich», «grazil» und «architektonisch gelungen» bis zu «etwas zu luxuriös». Nicht überraschend, dass die Halle mit dem unspektakulären Namen Löhracker am Samstag auch schon als Leuchtturm, Denkmal und Sporttempel bezeichnet wurde. Heute Montag darf sich nun die Schuljugend mit leichter Verspätung am gelungenen Bauwerk erfreuen.

Spiel und Spass ist bei der Einweihung angesagt.

Spiel und Spass ist bei der Einweihung angesagt.

Sportler Hans-Jörg Schaub und Sonja Mathis, alt Ammann Bruno Lüscher. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Sportler Hans-Jörg Schaub und Sonja Mathis, alt Ammann Bruno Lüscher. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Volle Ränge auf der neuen Zuschauertribüne.

Volle Ränge auf der neuen Zuschauertribüne.

Regierungsrat Kaspar Schläpfer und Gemeindepräsident Matthias Küng.

Regierungsrat Kaspar Schläpfer und Gemeindepräsident Matthias Küng.

Teil des Tages der offenen Tür: Eine Zumba-Aufführung.

Teil des Tages der offenen Tür: Eine Zumba-Aufführung.