Eine Schifffahrt im Pandamobil

Das WWF-Pandamobil tourt durch die Schweiz und machte in Münchwilen halt. Die Schulkinder erfuhren beispielsweise, warum die Giraffe in der Savanne lebt.

Larissa Flammer
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Im Pandamobil erzählt Michel Terrettaz den Kindern von der Artenviel- falt und der Bedrohung für diese. Links der Regenwald, rechts die Savanne. (Bild: lsf.)

Im Pandamobil erzählt Michel Terrettaz den Kindern von der Artenviel- falt und der Bedrohung für diese. Links der Regenwald, rechts die Savanne. (Bild: lsf.)

MÜNCHWILEN. Was steckt hinter dem komplexen Begriff Biodiversität? Warum lebt die Giraffe ausschliesslich in der Savanne und ihr Verwandter, das kleinere Okapi, im Regenwald? Wieso ist es für uns Menschen bedrohlich, wenn die kleinen Fische verschwinden? Von Nord nach Süd, durch Ozeane und Tropenwälder, über verschneite Gipfel, durch Savannen und das Polareis führte die Expedition im Pandamobil. Ziel dieser Ausstellung ist es, den Kindern die Artenvielfalt und die Gefahren für ebendiese aufzuzeigen. Ausserdem sollen sie merken: Wir können etwas tun, um unsere Erde zu retten.

Schiffsreise um die Erde

Die Schülerinnen und Schüler von Münchwilen gingen an Bord eines Schiffes, als sie das Pandamobil betraten. Mit Karton und viel Geschick wurden die Wände in einen Schiffsrumpf verwandelt. Bei jedem Reisestop müssen die Kinder zuerst die nachgestaltete Umgebung beobachten und die versteckten Tiere suchen. Es sei erstaunlich, welche Unterschiede man bemerke, erzählt Michel Terrettaz, der Fahrer und Animator des Pandamobils: «Einige können das Tier direkt vor der Nase haben und sehen es nicht. Andere sind geübter und finden sofort, was es zu finden gilt.» Seit 33 Jahren ist er mit dem ehemaligen Migros-Verkaufswagen unterwegs. Alle zwei Jahre wechselt die Ausstellung.

Eltern lernen von Kindern

Kinder von der dritten bis zur sechsten Primarklasse können das Pandamobil besuchen. Sie hören Geschichten, die Michel Terrettaz von seinen eigenen Erlebnissen im Regenwald erzählt, und erfahren, wie sie die Bäume dort schützen können. Obwohl keines der elf Kinder die Antwort weiss, kommt bei vielen der Aha-Effekt, als Terrettaz ihnen das FSC-Label zeigt. «Es hat natürlich einen grossen Effekt, wenn die Kinder den Eltern erzählen, was sie gelernt haben», sagt Michel Terrettaz. So könne man wirklich etwas erreichen. Er arbeitet gerne mit den Kindern zusammen, da alle unterschiedlich sind. Es sei aber sehr wichtig, dass er ihr Vertrauen gewinnt. Nur so könne er ihnen etwas so beibringen, dass sie es auch ernst nehmen.