Eine sagt definitiv ja, einer sagt nein

Trotz Turbulenzen hält Hedi Baumgartner an ihrer Kandidatur für die Schulbehörde von Fischingen fest. Albert Brühwiler, ein Sprengkandidat vom letzten September, sagt ab.

Philipp Haag
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Hedi Baumgartner, Kandidatin für die Schulbehörde. (Bild: pd)

Hedi Baumgartner, Kandidatin für die Schulbehörde. (Bild: pd)

FISCHINGEN. Konfus ist die Ausgangslage für die Erneuerungswahl in die Schulbehörde von Fischingen vom 3. März. Schulpräsident Urs Schwarz und das Behördenmitglied Renate Tschuor verzichten auf eine Wiederwahl. Vizepräsidentin Beatrice Matthys zog anfangs Woche ihre Kandidatur fürs Schulpräsidium zurück. Konrad Frischknecht, im letzten September in die Behörde gewählt, machte zeitgleich mit Beatrice Matthys einen Rückzieher und steht als Kandidat ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Baumgartner einzige Kandidatin

Somit verbleibt einzig Hedi Baumgartner als offizielle Bewerberin. Seit vergangenem September sitzt sie im Gremium. Trotz der Turbulenzen in den letzten Tagen hält Hedi Baumgartner an ihrer Kandidatur fest. Dies bestätigte sie gestern auf Anfrage. Klar sei sie nicht erfreut, als einzige Kandidatin auf der Namensliste zu stehen, sagt sie, doch es stünden Erneuerungswahlen an, da müsse jeder für sich selber entscheiden, ob er antreten wolle oder nicht. Die derzeitigen Umstände, die bezeichnet Hedi Baumgartner als unschön. Ein Grund für Beatrice Matthys Rückzug war das ihrer Meinung nach inakzeptable Verhalten und die nicht gewährte Unterstützung ihrer Kandidatur durch die Interpartei. Auch bezeichnete sie den von der Interpartei gewählten Zeitpunkt, die Idee einer Einheitsgemeinde zu lancieren, als ungünstig.

Offen gegenüber Integration

Hedi Baumgartner möchte sich zum Konflikt nicht äussern. Sie wolle sich weiter für die Schule einsetzen, sagt sie einzig. Darum hält sie an ihrer Kandidatur fest. Einer Integration der Schule in die Politische Gemeinde steht Hedi Baumgartner offen gegenüber. Ein solcher Schritt dürfe aber nicht überstürzt werden, müsse seriös geprüft werden.

Die Interpartei unterstützt Hedi Baumgartners Kandidatur, wie der Vorsitzende Thomas Bürgi sagt. Weitere Namen möglicher Kandidaten gibt er keine bekannt. Die Interpartei organisiert am 5. Februar ein Podium. Er sei zuversichtlich, an diesem Abend genügend Bewerber, inklusive für das Schulpräsidium, präsentieren zu können.

Name ist aufgetaucht

Am 5. Februar nicht auf dem Podium sitzen wird Albert Brühwiler. Er war einer der Sprengkandidaten, die bei der Ersatzwahl für die aus der Behörde ausgetretenen Beat Schlegel und Martin Kaufmann vom vergangenen Herbst gegen die offiziellen Kandidaten Hedi Baumgartner und Konrad Frischknecht angetreten waren. Sein Name tauchte in den letzten Tagen immer wieder auf. Er stehe nicht zur Verfügung, sagt Brühwiler. Er war bereits einmal Mitglied in der Behörde, und zwar in jener, welche vor vier Jahren abgelöst worden war. Er sei genug lange dabei gewesen. Nun sollen neue Leute ans Ruder. Auch möchte Brühwiler vermehrt Zeit mit seiner Familie verbringen. «Ausserdem habe ich mein Ziel erreicht», sagt Brühwiler. Er sei angetreten, «um die Leute wachzurütteln, um aufzuzeigen, dass in der Behörde etwas nicht stimmt». Ob Peter Büttiker, der zweite Sprengkandidat vom Herbst, nun kommt, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Er war gestern nicht erreichbar.

Kommt der VPM?

Es gibt Stimmen im Dorf, die befürchten und damit rechnen, dass nun Bewerber aus dem Umfeld des Vereins zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis (VPM), der seit 2002 zwar aufgelöst ist, es nach Ansicht von Experten Anhänger gibt, die nach wie vor aktiv sind, die Chance nutzen, in die Schulbehörde einzuziehen. Der Interparteivorsitzende Bürgi möchte sich dazu nicht äussern. Brühwiler betont: «Der VPM ist kein Thema.»

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