Eine Nacht der Panik

ERMATINGEN. Eines hat der «Panikball», der letzte Maskenball der Schweiz, mit dem «St. Galler OpenAir» gemeinsam: Sie wurden beide vor 36 Jahren gegründet. Sonst geht die «kurlige» Kostümschau am Untersee, andere Wege.

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Bissig: Patrick und Roman.

Bissig: Patrick und Roman.

ERMATINGEN. Eines hat der «Panikball», der letzte Maskenball der Schweiz, mit dem «St. Galler OpenAir» gemeinsam: Sie wurden beide vor 36 Jahren gegründet. Sonst geht die «kurlige» Kostümschau am Untersee, andere Wege. Wenn Selina Reheis (18, Pitztal, Tirol/Österreich) an Wölfe denkt, kommt bei ihr Panik auf. Zwar hat sie noch nie Kontakt mit ihnen gehabt, dennoch sind ihr Hirsche lieber.

Für Angela Hahn (21, Siegershausen) sind Tiere, die keine Beine haben – insbesondere Schlangen –, ein «No go». Roman Tanner (24, Weinfelden) wiederum hat seine Mühe mit dem Betrachten von schweren Verletzungen und Philippe Roth (19, Amriswil) kennt das Panikgefühl ab dreissig Metern Höhe: «Als gelernter Dachdecker passe ich da noch besser auf und überprüfe die Sicherheitsmassnahmen zweimal». Ein mulmiges Gefühl befällt Roy-Scott Grob (18, Amriswil), der beruflich hinter dem Lenkrad eines 40-Tönners sitzt, wenn er die Bilder des Unfalls im Wallis von letzter Woche betrachtet. Mehr im Positiven kennt Patrick Eggmann (22, Buch b. Kümmertshausen) das Gefühl: «Wenn an einer Party alles stimmt, befällt mich immer ein panisches Kribbeln», gesteht er ein.

Chris Marty

www.tgplus.ch

Maskiert: Selina und Angela.

Maskiert: Selina und Angela.

Aus Amriswil: Eugenio Gomringer, Roy-Scott Grob und Philippe Roth. (Bilder: Chris Marty/tgplus.ch)

Aus Amriswil: Eugenio Gomringer, Roy-Scott Grob und Philippe Roth. (Bilder: Chris Marty/tgplus.ch)