Eine musikalische Tagesschau

Das Winterkonzert der Stadtmusik Steckborn zeichnete sich durch hohes musikalisches Niveau aus. Marion Preuss spielte Tagesschau.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Stadtmusik Steckborn erntete viel Lob und Applaus für ihr Winterkonzert. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Stadtmusik Steckborn erntete viel Lob und Applaus für ihr Winterkonzert. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

STECKBORN. Vielseitig, musikalisch mitreissend und originell präsentierte sich die Stadtmusik Steckborn am Samstagabend in der Feldbachhalle vor rund 300 Gästen. Dirigent Harald Fröhlich führte das Blasorchester zu einem grossartigen Klangkörper. Voller Einsatz auch bei den herausragenden Schlagzeugern.

Die Spielfreude der Stadtmusik sprang schon bei den ersten Trommelwirbeln und Tönen aufs Publikum über.

Präsident Hans Traber strahlte, auch aus Dankbarkeit; denn unzählige hilfreiche Geister hatten die Feldbachhalle in eine schmucke Konzerthalle verwandelt. Die Festwirtschaft lud zu Giovannis Pasta Napoli.

Die ehemalige Tagesschausprecherin Marion Preuss führte humorvoll und mit leicht ironischem Unterton durch das Programm – zur Begeisterung des Publikums.

In ihren Ansagen blendete sie Höhen und Tiefen des Jahres 2010 ein, eine Art weltweiter Jahresrückblick, der natürlich auch Steckborn und die Schweizer Politik einbezog. So gedachte Preuss einfühlend vor dem Stück «Heaven» verstorbener Grössen von Ernst Beyeler, Nicolas Hayek bis Steve Lee von der Rockgruppe Gotthard.

Erst Krimi, dann Wahlkampf

Ganz schön kriminell wurde es mit den «Tatort-Melodien». Zur Kampfwahl ums Stadtammannamt blies ein Posaunentrio «Funny Slides», in der Hoffnung, dass der Wahlkampf nicht entgleist.

Im Publikum sassen Stadtammannkandidat Roger Forrer, Stadtratskandidat Albert Gräflein und der zurücktretende Stadtrat Reno Gianom.

Zwischendurch gab es Bravorufe und minutenlanger rhythmischer Applaus. Die Tagesschau endete logischerweise mit dem Wetter. Ein Donnerwetter entlud sich dabei über Steckborn. Es handelte sich um eine phantastische Schlagzeugeinlage mit Iganz Bach, Jürg Weber und dem erst 13jährigen Elias Fröhlich, der Sonderapplaus bekam. Der gelungene Abend fand seinen Abschluss nach mehreren Zugaben.